„Das definitive Ziel ist es, die Bauarbeiten in der Bergstraße noch vor dem Winter fertigzustellen.“ Dies sagte Jürgen Friedrich vom Bonndorfer Stadtbauamt bezüglich des Zeitenplans für das Projekt, mit dem im November 2017 begonnen wurde. Dass es bei der Sanierung der Bergstraße nicht damit getan ist, einen neuen Fahrbahnbelag aufzubringen, hatte Werner Steiert (Stadtbauamt) bereits vor Baubeginn deutlich gemacht.

Komplette Leitungssystem wird erneuert

Im Zuge der Arbeiten muss das komplette Leitungssystem erneuert werden, das sich in einem maroden Zustand befindet. Die Kanäle müssen zudem bis ans Ende der Bergstraße hochgezogen werden, um dort die Abwasserdruckleitung von Boll anschließen zu können. Die Kläranlage in Boll wird stillgelegt, das Schmutzwasser wird der Kläranlage in Bonndorf zugeführt. Ihre Grundstücke konnten und können die Anwohner teilweise nur über schmale Passagen erreichen, Garagen und Stellplätze konnten nicht mehr genutzt werden. Jetzt zeichnet sich aber ein Ende des Baustellenlebens ab.

Der untere Teil der Bergstraße ist bereits wieder asphaltiert.
Der untere Teil der Bergstraße ist bereits wieder asphaltiert. | Bild: Juliane Kühnemund

Im unteren Teil bis zum Brunnen ist die Bergstraße bereits wieder asphaltiert und nutzbar, wenngleich sie noch für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist. Die Baustelle hat sich jetzt in den oberen Bereich verlagert. Dort sind schwere Maschinen im Einsatz, um die maroden Leitungen durch neue zu ersetzen. Ein Durchkommen ist dort derzeit nicht möglich. Im Stadtbauamt ist man aber zuversichtlich, die Straßenbauarbeiten noch vor dem Wintereinbruch abschließen zu können. Wenn dann die Baugruben geschlossen sind und der Fahrbahnbelag aufgebracht ist, stehen noch Ausgleichsarbeiten an, informierte Jürgen Friedrich.
Das heißt, die Bereiche zwischen Straße und Häusern werden angeglichen und gepflastert.

Neue End-Termin als Ziel

Insgesamt, so das Ziel der Verwaltung, soll die historische Straße auch optisch aufgewertet werden. Nun bleibt zu hoffen, dass sich beim Sanierungs-Endspurt keine Probleme mehr einstellen werden. Zu Beginn der Arbeiten im November 2017 hatte nämlich ein früher Wintereinbruch dafür gesorgt, dass die Arbeiten zunächst einmal ruhen mussten. Der einst ins Auge gefasste Fertigstellungstermin Ende Mai 2018 konnte somit nicht eingehalten werden. Der neue End-Termin für das Projekt mit geschätzten Kosten in Höhe von 478 000 Euro ist laut Stadtbauamt nun aber das definitive Ziel.