Hansjörg Ketterer hat in geheimer Wahl einstimmig das Vertrauen aller Feuerwehrangehörigen für weitere fünf Jahre als Gesamtwehrkommandant erhalten. Ebenfalls einstimmig ist sein Stellvertreter Daniel Stoll im Amt bestätigt worden. Wahlleiter Bürgermeister Michael Scharf gratulierte zu dem überwältigenden Ergebnis und ist froh und stolz, dass die beiden Wehrmänner die Gesamtwehr Bonndorf führen. Das einstimmige Votum und die Geschlossenheit aller acht Abteilungen sprächen für die zwei Führungskräfte. Der große Dank des Bürgermeisters galt allen Feuerwehrleuten für die vielen und zum Teil schwierigen Einsätze des vergangenen Jahres.

Einen kurzen Abriss über die Arbeit in den Abteilungen gaben die Kommandanten Christian Utz (Boll), Markus Mutter (Brunnadern), Andreas Rheiner (Ebnet), Daniel Blattert (Dillendorf) und Andreas Stoll (Gündelwangen). Ralf Selb zeigte während seines Vortrags interessante Bilder von den Einsätzen und Proben der Wellendinger Wehr. Der frühere Wittlekofer Kommandant Martin Kromer und sein Nachfolger Adrian Morath hatten einen Film über die vielfältige Arbeit der Abteilungswehr zusammengestellt.

Schriftführer Olaf Thor erinnerte in einer aufschlussreichen Bilddokumentation, unterlegt mit passender Musik, welche schwierigen Einsätze die Bonndorfer Wehr leisten musste. Sie war im abgelaufenen Jahr 189 Mal, teilweise mit Hilfe der Abteilungswehren, im Dienste der Allgemeinheit tätig. 158 technische Hilfeleistungen, drei Groß-neun Mittel- und acht Kleinbrände waren zu bewältigen. Zu den schwierigsten Einsätzen zählten unter anderem die Brände in Holzschlag, Grafenhausen und Dillendorf sowie das Gewitter mit Tornado und Blitzeinschlag beim Münchinger Kirchturm am 13. Mai, das in Bonndorf und Umgebung große Schäden anrichtete. Viel Kraft und großes Können wurde den Wehrleuten beim Unwetter mit Überflutungen und Erdrutschen am 14. Juni des vergangenen Jahres abverlangt.

Hansjörg Ketterer blickte auf das Jahr 2015 zurück, das in die Geschichtsbücher von Bonndorf eingehen dürfte. Ein Tornado sowie nie gekannte Überschwemmungen und ihre Folgeschäden mussten von den Wehrleuten bewältigt werden. Weitere Wehren wurden alarmiert, die mit Spezialgeräten auf ihren Fahrzeugen zu den Einsatzorten kamen und Hilfe leisteten. Ketterer sagte: „Es hat sich gezeigt, wie wichtig eine gute Ausbildung der Wehrleute und die gemeinsamen Übungen sind.“ Bewährt hätten sich die Gruppen- und Abteilungsproben. Als Gesamtwehrkommandant sei er stolz, solch fähigen Mannschaften vorstehen zu dürfen.