Internationale Begegnungen fanden beim Frauenfrühstück im Sitzungssaal des Rathauses Bonndorf statt. An die 60 Frauen und Kinder kamen bei der Gelegenheit miteinander ins Gespräch und sich damit auch ein Stück weit näher. Genau das war die Intention der Veranstalter.

Orientalische Tänze sind bestens geeignet nach dem opulenten Frühstück die Verdauung anzuregen und miteinander Spaß zu haben.
Orientalische Tänze sind bestens geeignet nach dem opulenten Frühstück die Verdauung anzuregen und miteinander Spaß zu haben. | Bild: Martha Weishaar

Der Verein „Vielfalt in Bonndorf“ hatte gemeinsam mit dem Integrationsgremium und der Integrationsbeauftragten der Stadt, Silvia Maier, zum Treffen eingeladen. Gülseren Akkaya, stellvertretende Vereinsvorsitzende, brachte das gemeinsame Anliegen der Organisatoren auf den Punkt. „Wir sind alle Bonndorfer Bürger, kennen uns aber nicht. Das soll sich ändern. Denn wenn man nicht zusammenkommt, kann man sich auch nicht kennenlernen“, sagt die türkischstämmige Frau. Seit 43 Jahren lebe sie in Deutschland und pflege mehr deutsche als türkische Kultur.

Das köstliche Buffet ließ keine Wünsche offen und war bestückt mit Spezialitäten aus vielen Ländern.
Das köstliche Buffet ließ keine Wünsche offen und war bestückt mit Spezialitäten aus vielen Ländern. | Bild: Martha Weishaar

Dudu Tekinkaya, Vorsitzende des Vereins „Vielfalt in Bonndorf“, fügte hinzu: „Wir arbeiten zusammen, also wollen wir auch mal privat etwas miteinander zu tun haben. Und da auch in der Türkei das Sprichwort gilt, dass Liebe über den Magen geht, hielten wir ein gemeinsames Frühstück für einen passenden Rahmen.“ Das Frühstücksbuffet bot so ziemlich alles auf, was es an mitteleuropäischen oder orientalischen Köstlichkeiten gibt. Ob Hefezopf, Lachsdipp oder türkisches Melemen, es gab für jeden Geschmack etwas und das reichlich. Forough Bakhtiavi leistete mit einem schwermütigen iranischen Lied, Nuriye Güzel mit einigen türkischen Liedern einen kulturellen Beitrag, ehe am Ende Handan Ardiclik zu orientalischen Tänzen aufforderte.

Austauch ohne Berührungsängste

Im Vordergrund stand jedoch die Begegnung. Egal ob Türkin, persische Iranerin, kurdische Irakerin, Frauen aus Syrien, Polen, Russland, Kroatien, der Schweiz, aber auch mehr als zwei Dutzend Deutsche – alle tauschten sich ohne Berührungsängste rege aus, sei es über die Leckerbissen vom Buffet, Kindererziehung, Berufe oder kulturelle Besonderheiten des jeweiligen Gegenübers. Und für alle stand am Ende fest, dass es Wiederholungen geben wird, geriet die Zusammenkunft in diesem Rahmen doch zu einem vollen Erfolg.