Mitglieder der IG BAU Baden-Württemberg, Kreisverband Hochschwarzwald, trafen sich zur Jahresversammlung. „Vertretung grüne Branchen“ nennen sie sich und sind unter anderem Vertreter von Forst- und Landwirtschaft, GaLaBau, Gartenbau und Floristik. Wie immer konzentrierten sich die Themen im „Höhenhasthof Glashütte“ auf das Thema Wald. Die etwas mehr als zwei Dutzend Teilnehmer, die der Vorsitzende Jürgen Keck begrüßte, waren fast ausschließlich Aktive und Rentner aus der Forstwirtschaft.

Als Nachfolger von Günter Häberlen stellte sich Dorota Kempter vor, die die Betreuung für die „Grünen Branchen“ in der Region Baden-Württemberg übernommen hat. Die Themen der Versammlung waren nicht neu. Angesprochen wurde die fehlende Motorsägenstellung durch den Arbeitgeber Staat – dies wird seit Jahren von vielen Mitgliedern im Hochschwarzwald bemängelt, nach dem Motto: „Der Bauarbeiter kommt ja auch nicht mit dem eigenen Betonmischer“.

Die Entlohnung der Forstwirte stand ganz oben auf der Prioritätenliste. „300 Euro mehr pro Monat“ ist nach den Worten von Dorota Kempter das Ziel. Es sei eine Wunschvorstellung, die aufgrund der bekanntermaßen angespannten Situation im Forst und der aktuellen Personallage durchaus erreichbar sein sollte, wie sie betonte. Die Perspektivlosigkeit beim Verdienst („nach 15 Jahren ist Schluss“) brachte sie zur Aussage, dass man versuchen sollte, einen eigenen Weg für Baden-Württemberg zu gehen.

Von der „neuen Anstalt“ war an diesem Abend mehrfach die Rede, gemeint war die Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) Forst BW, die als Folge des Kartellverfahrens als Neuorganisation der Forstverwaltung am 1. Januar 2020 in Kraft treten wird. Die meisten der anwesenden Forstwirte wechseln zur AöR.

Ehrungen für langjährige Mitglieder wurden früher in der Bezirksversammlung vorgenommen, seit dem vergangenen Jahr gibt es hierfür separate Veranstaltungen im größeren Kreis, wie zuletzt in Freiburg. Wer dort nicht erscheinen kann, bekommt die Urkunde zugeschickt, auf ein Geschenk wird dann verzichtet.

In der Glashütte hat man den Abend genutzt, um dem scheidenden Wirte-Ehepaar Ulla und Horst Amann mit einem Blumenstrauß für die jahrzehntelange Gastfreundschaft zu danken. Ende dieses Monats ist Schluss für den „Höhengasthof Glashütte“, wie man ihn seit 50 Jahren kennt.