Die SeelsorgeeinheitBonndorf-Wutach kommt nicht zur Ruhe. In einer offenen Gesprächsrunde, zu der Pfarrer Fabian Schneider am Donnerstagabend eingeladen hatte, fassten anwesende Pfarrgemeinderäte den Beschluss, aufgrund der finanziellen Unstimmigkeiten in der Seelsorgeeinheit noch vor Jahresende Strafanzeige gegen die beiden beteiligten Pfarrer zu erstatten. Nach Informationen unserer Zeitung kamen die Beteiligten am Freitagvormittag allerdings überein, dies dem Ordinariat zu überlassen. Dessen zuständige Experten werden nach dem 6. Januar aus ihrem Weihnachtsurlaub zurück erwartet.

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In der Gesprächsrunde war befürchtet worden, dass etwaige Verjährungsfristen sowohl Aufklärung als auch eventuelle Wiedergutmachung des entstandenen Schadens beeinträchtigen könnten. Anfang Dezember hatte der Pfarrgemeinderat mit den Pfarrern eine außergerichtliche Vereinbarung getroffen. Bereits bei den Gesprächen Anfang Dezember hatte der Pfarrgemeinderat klargestellt, dass im Falle des Scheiterns einer außergerichtlichen Vereinbarung Strafanzeige erstattet werden müsse. Das Ordinariat hatte Unterstützung zugesagt, diese auf den Weg zu bringen.

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Das zwischenzeitlich eingegangene Schreiben einer von einem der beiden Pfarrer beauftragten Rechtsanwaltskanzlei werten viele Pfarrgemeinderäte als Ablehnung der getroffenen Vereinbarung. Pfarrer Fabian Schneider schließt sich dieser Einschätzung nicht an. „Ohne Klarheit kann es keine Transparenz geben. Es werden keine Fakten vertuscht. Wenn jemand im Pfarrgemeinderat oder darüber hinaus eindeutige Beweise für strafbares Verhalten von irgendjemandem hat, dann kann er, beziehungsweise sie, diese Beweise selbstverständlich an die Staatsanwaltschaft weiterleiten in Form einer Strafanzeige. Ich besitze diese eindeutigen Beweise nicht“, lautet die Klarstellung des Pfarrers.

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