Das Jahr 2020 dürfte für die Feuerwehr Bonndorf ein spannendes Jahr werden. Wie Bürgermeister Michael Scharf in der Hauptversammlung der Wehr bekannt gab, wurde die Zusage zum Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses erteilt. Wo das neue Gebäude entstehen wird, dazu machte der Rathauschef noch keine Aussage. Grundstücksverhandlungen seien noch am Laufen. Auch das Fahrzeugkonzept werde weiter verfolgt, informierte der Bürgermeister.

Lob für Truppe

Gesamtkommandant Hansjörg Ketterer bezeichnete seine Kameraden als verlässliche Truppe, auf die die Gemeinde stolz sein könne. Jedes Gemeindemitglied, das die Feuerwehr schon mal in irgendeiner Art gebraucht hat, wisse um die Verlässlichkeit und die breitgefächerte Einsatzbereitschaft, die Sicherheit gewährleiste.

Vielfalt der Einsatzarten

Der per Power-Point-Präsentation belegte Jahresbericht von Olaf Thor zeigte die Vielfalt der Einsatzarten der Feuerwehr Bonndorf auf. Von den 71 Einsätzen im Jahr 2019 waren es vier Großbrände, zwei Mittelbrände und zwei Kleinbrände. Bei 43 technischen Hilfeleistungen wie ausgelaufenes Öl, Verkehrsunfälle, die Rettung von Personen über die Drehleiter, umgestürzte Bäume oder Wasser im Keller wurde die Feuerwehr zu Hilfe gerufen.

Rückblick auf 73 Proben

Dazu kamen elf Täuschungsalarme, zwei Alarme und sieben Sicherungseinsätze und 20 Brandwachen im Schloss und zwei in der Stadthalle. Um in allen Bereichen immer fit zu sein, fanden 73 Proben statt. Zusätzlich trafen sich die Mitglieder des Feuerwehrausschusses viermal, die Führungskräfte sechsmal. Da kommen summa summarum über das Jahr sehr viele Stunden im Ehrenamt für die Allgemeinheit zusammen, zu jeder Tag- und Nachtzeit.

Spezialausbildungen und Übungen

Der Besuch von Lehrgängen zur Ausbildung für die Jungen, für die Älteren, um sie auf dem neuesten Stand zu halten, Spezialausbildungen für Maschinisten, Atemschutzträger, die Übungen im Brandcontainer und die Sprechfunkerlehrgänge kommen noch dazu. All das können die Feuerwehrfrauen und -männer nur leisten, wenn ihnen ihre Familien Rückhalt geben. Dafür sprach Hansjörg Ketterer allen seinen Dank aus. „Es gibt manche, die machen viel, manche noch mehr, die Bereiche sind vielfältig, vor allem auch in der Wartung der Geräte, die nach jedem Einsatz wieder top in Form gebracht und gepflegt werden müssen. Es ist ein Zusammenspiel von allen, aber nur so funktioniert es und dafür bedanke ich mich“, so Hansjörg Ketterer. Stolz ist er auch auf die Wettkampftruppe, die 2019 das goldene Abzeichen erkämpfte – eine gute Übung für die Zusammenarbeit und Verlässlichkeit in der Gruppe. 2020 wird es eine bronzene Wettkampfgruppe geben, in der auch der Kommandant mitmachen möchte.

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Kommandantenstellvertreter Daniel Stoll bedankte sich auch für die Unterstützung und bemerkte, dass die Brandwachen immer mehr würden und man froh sei über die Übernahme einiger Dienste durch die Altersmannschaft, besonders am Tag. Stoll, der oft auch als Mutter der Kompanie bezeichnet wird, trug an diesem Abend eine leuchtend gelbe Kordel an der rechten Schulterklappe. Diese wurde ihm vom Spieß der Patenkompanie, nach dreijähriger Beobachtungszeit, bei der Weihnachtsfeier der Patenkompanie als Zeichen der Beförderung zum Spieß /Feldwebel überreicht.

Beförderung zur Hauptfeuerwehrfrau

Über die Ein- und Ausgaben berichtete Kassierer Bernhard Wiggert, die Prüfer Olaf Thor und Benjamin Pfaff hatten nichts zu beanstanden. Tamara Indlekofer wurde von den Feuerwehrkommandanten zur Hauptfeuerwehrfrau befördert. Neuaufnahmen gab es leider keine. Die Gäste, Bernhard Amann vom DRK, Jochen Schäuble vom Polizeiposten Bonndorf und Notarzt Dr. Winfried Grohmann dankten der Feuerwehr für die gute kameradschaftliche Zusammenarbeit, die viel Fachwissen und viele Proben erfordere. Schäuble wünschte ein gutes Feuerwehrjahr, in dem alle immer gesund aus den verschiedenen Einsätzen zurückkommen.