Es gab viel Neues bei der Pflumeschluckerfasnet in diesem Jahr. Dabei waren wieder einmal Flexibilität und Anpassung an neue Situationen gefragt. Nachdem Lindenbuck und Bonndorfer Hof als Gaststätten nicht mehr zur Verfügung stehen, startete die Schulklasse „Hansel Pflum“ mit Geschichten und Liedern aus dem Stadtgeschehen gestern Abend nicht nur eine Stunde später (19 Uhr), sondern erstmals in der an diesem Abend prall gefüllten Germania.

Einen Höhepunkt der Fasnet hatte sich der Narrenrat wieder bis zum Schluss aufgehoben – das Strählen durch die Gasthäuser. Die Schüler hatten wieder gut aufgepasst, was die Bonndorfer so das ganze Jahr über trieben. So kamen eine ganze Reihe Spottlieder, Gedichte und kurze Aufsätze zustande. Klassenlehrerin „Marcella“ Marco Johner ließ ihre Schüler meist gewähren, selten gab es Tadel, dafür viel Lob. Bei der guten Stimmung unter dem närrischen Volk, das nicht mit Beifall geizte, waren strenge Strafen auch nicht zu erwarten.

<strong>Schulschluss</strong><strong>:</strong> Mit dem Pflumeschluckerlied begann und endete die amüsante und unterhaltsame Schulstunde der Klasse Hansel Pflum. Bilder: Daniele Schüle
Schulschluss: Mit dem Pflumeschluckerlied begann und endete die amüsante und unterhaltsame Schulstunde der Klasse Hansel Pflum. Bilder: Daniele Schüle | Bild: Daniele Schüle

Norbertha (Norbert Rheiner) hatte einen Aufsatz über die kranke Katze von Carola Reddemann verfasst. Die Besitzerin konnte sich nicht erklären, warum die Katze nicht frisst. Auch Dr. Google und der Tierarzt wussten keinen Rat. Des Rätzels Lösung: die Katze hatte Schnapspralinen genascht und hatte nun einen Kater. Dass Autos nicht schwimmen können, davon erzählte Markus Pfendler. Nach starken Regenfällen wollte Germania-Koch Willi Sibold seine Fische im Teich bei der Steinasäge füttern, blieb mit seinem Wagen dabei in einer sehr tiefen Pfütze stecken und wurde selbst auch nass. „Auch Dein Auto ist kein Schwimmauto“, frotzelte Markus Pfendler.

Clemens Podeswa schrieb einen Aufsatz über die Silberhochzeit von Martin Weishaar und seiner Eva. Der Mann sollte bestellte Blumen abholen, verwechselte dabei die Gärtnerei und kam viel zu spät – aber mit 25 roten Rosen nach Hause. Der Hochzeitstag war gerettet. Paul Müller sang vom Aufsitzmäher von Volker Jockers, der ihn wegen Ladeproblemen gleich wieder dem Händler zurückgab und einen noch teureren orderte. Nur – nicht der Mäher war defekt, sondern das Landegerät.

<strong>Katzenjammer:</strong> Norbert Rheiner trug einen Aufsatz über eine beschwipste Katze vor.
Katzenjammer: Norbert Rheiner trug einen Aufsatz über eine beschwipste Katze vor. | Bild: Daniele Schüle

Dass Radiodurchsagen manchmal verwirren können, davon wusste Alexander Matt zu singen. Seine Frau Michaela wollte doch tatsächlich am Schluchsee alleine eine Rettungsgasse bilden – der Stau war allerdings auf der A 5.

„Streber“ Wolfgang Knaak berichtete von einem Strafzettel für Falschparken, den Christian Podeswa angeblich in der Schwimmbadstraße bekommen hatte. Die Aufregung war groß, Gemeinderat Ingo Bauer und das ganze Rathaus wurden aufgescheuchtt. Des Rätsels Lösung: Das Knöllchen hatte er in Villingen bekommen und klebte bis nach Bonndorf an seiner Autoscheibe.