Wer Kinder erzieht, wird im Alltag auch mit schwierigen Fragen konfrontiert. Jedes Alter birgt andere Probleme im Umgang zwischen Eltern und Kindern. Eltern und Erzieher stehen immer wieder vor neuen Herausforderungen. Einem breiten Spektrum all dieser Themen widmet sich in der vierten Auflage die Vortragsreihe „Stressige Kinder – nervige Eltern“ mit Themen rund um die Erziehung der Schulsozialarbeit.

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Die Vortragsreihe stößt bisher auf gutes Echo. Gelegentlich nehmen Ratsuchende Eltern nach den Vorträgen sogar Kontakt mit Referenten auf. Die Schulsozialarbeiterinnen von Bonndorf (Lisa Weishaar und Marisa Kern), Stühlingen (Lena Thoma) sowie Grafenhausen (Corinna Pieper) bieten nun wieder vier Themenabende. Anregungen oder Themenwünsche für die folgende Vortragsreihe greifen die Organisatorinnen gerne auf.

Die Vorträge im Überblick

  • Rituale: Sibylle Fischer wird über Rituale und deren Bedeutung für das Leben in der Familie sprechen. Das Expertenwissen der Frühpädagogin ist insbesondere für Eltern mit kleinen Kindern interessant, da feste Orientierungspunkte bereits Babys und Kleinkindern ein Gefühl von Sicherheit geben.
  • Digitale Medien: Michaela Jehle vom Polizeipräsidium Freiburg referiert über digitale Medien und deren Auswirkung auf Kinder. Vor dieser Informationsveranstaltung besucht die Expertin sämtliche Klassen ab Klassenstufe fünf und klärt die Heranwachsenden über potenzielle Gefahren digitaler Medien auf. Bereits in einem Alter ab zehn Jahren haben 90 Prozent der Schüler ein eigenes Smartphone. „Allein in den vergangenen zwei Jahren hat sich das Thema krass entwickelt, inzwischen ist das Smartphone schon für Drittklässler ein brennendes Thema“, beobachten die Sozialpädagoginnen. Für viele Eltern ist es problematisch, mit der rasanten Entwicklung in Sachen sozialer Medien Schritt zu halten.

  • Umgang mit dem Tod: Angelika Mauch und Sonja Hütter referieren über den Umgang mit dem Tod. Sterben und Abschied sind Ereignisse, die Sensibilität erfordern. Eltern fühlen sich dabei häufig verunsichert. Die Expertinnen zeigen Wege auf, wie man Kinder in solchen Lebensphasen begleiten kann.
  • Pubertät: Den Abschluss der Themenabende bildet ein Vortrag über die Pubertät. Katharina Böhmer-Kastens und Tobias Clausnitzer erörtern die Herausforderungen in jener Lebensphase, welche Eltern annehmen lässt, ihr Kind habe „wegen Umbau geschlossen“. Das Verhalten von Jugendlichen in der Pubertät bedeutet eine Ambivalenz, die sowohl für Eltern als auch Kinder schwer auszuhalten ist. „Eltern wollen, dass nichts passiert, Jugendliche wollen, dass möglichst viel passiert“, so die Sozialpädagoginnen aus Bonndorf, Stühlingen und Grafenhausen.
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