Es war schon beeindruckend, was die Besucher des Landfrauentheaters mit kulinarischer Überraschung in diesem Jahr geboten bekamen. Der Abend begann mit einem Sektempfang im „Stall“ des Huberhofes. Hierzu wurde ein Teil des Flurs der Gündelwanger Halle in einen urigen „Stall“ umfunktioniert. Von dort aus wechselten die Gäste an ihren reservierten Platz in der gemütlichen Stube des Huberhofes.

Musikalisch begleitet von einer kleinen Besetzung der Trachtenkapelle Gündelwangen, wurden die Besucher nun Teil eines sehr düsteren Abends in der Geschichte des Huberhofes: Der Jungknecht Franz wurde hinter dem Stall erschlagen aufgefunden. Keiner konnte sich genau erklären, was passiert war. Aus diesem Grund machte sich Kommissar Angermoser (Paul Müller) auf den Weg, Licht ins Dunkel zu bringen.

Er traf auf eine in sich zerstrittene Hofgemeinschaft: Da ist Ludmilla Huber, die zweite Ehefrau des Großbauern Alois (Erika Schübel), Ludwig Huber, der Bruder des Großbauern (Jonas Büche), dann die beiden Kinder aus erster Ehe Xaver und Antonia Huber (Lukas Büche und Petra Isele), sowie die Magd Resi (Jutta Keßler) und der „Alte Sepp“ (Andreas Dörnte). Der Fall entpuppte sich mit seinen vielen Spuren und Hinweisen als verzwickt und fast unlösbar.

Nach Irrungen, Wirrungen, Unschuldsbeteuerungen und Verdächtigungen wurde das Publikum am Ende selber tätig. Beim Krimiquiz konnte jeder seinen Tipp über den Täter abgeben. An den Tischen wurde viel diskutiert und gerätselt, schließlich wurde von den Landfrauen auch ein Preis für die richtige Lösung des Falls verlost.

Zeit für die vielen kriminalistischen Gespräche boten die kulinarischen Pausen. Die Landfrauen verwöhnten ihre Gäste mit einem selbstgemachten Drei-Gänge-Menü aus der Landfrauenküche. Mit über 80 Essen pro Abend eine überragende logistische Leistung des Küchenteams. Nach der Auflösung des Falls folgte ein gemütlicher Ausklang des Abends. Und die Gäste, sowie die Veranstalter waren sich einig, dass das neue Theaterformat ein voller Erfolg war.