Wenn die Stadt, ihre Vereine, die Schulen und die Arbeitnehmer gemeinsam Sport treiben und dabei Gutes tun, ist das ein wunderbares Zeichen für eine gesunde Gesellschaft. Genau das ist bei der Dunkermotoren GmbH gelungen. 2011 wurde das erste Sportfest dieser Art gefeiert, damals mit Fahrradtouren bis nach Kirchzarten und für den Verein ride2live, der krebskranken Menschen unterstützt. Ein begeisterter Bürgermeister Michael Scharf meinte damals: „Dunker ist Bonndorf und Bonndorf ist Dunker.“

Das könnte Sie auch interessieren

Inzwischen feiert die ganze Stadt ein ganzes Wochenende lang, diesmal von Freitag bis Sonntag, 12. bis 14. Juli, ein fröhliches Sportfest unter dem sinnigen Titel „Dunker bewegt“. Die ganze Firma wird via Muskeleinsatz der Mitarbeiter zum „Sport-Motor“ ihrer Stadt. Eingeladen ist die ganze Bevölkerung. Und es passt zu den Zielen der Veranstalter, dass jeder, ob Jung, Alt, Sportskanone oder Gelegenheitssportler, etwas für sich finden kann.

Sport für den guten Zweck

Im Mitmachen tut sich jeder selbst etwas Gutes und unterstützt den guten Zweck, um den es geht. Der Erlös fließt wieder in die Jugendausbildung der Bonndorfer Vereine. Nicht zuletzt geht es freilich um Gemeinsinn. „Dunker bewegt schafft Identifikation mit der Firma und der Region als Einheit“, sagt Dunker-Geschäftsführer Uwe Lorenz.

Das könnte Sie auch interessieren

Gutes tut bereits derjenige, der sich eine Bratwurst schmecken lässt. Denn neben der Firma Dunkermotoren, die Hauptsponsor der Veranstaltung ist und jeden gefahrenen Fahrradkilometer der Touren am Samstag mit 20 Cent für die gute Sache belohnt, gibt es viele weitere Wohltäter, die Waren und/oder Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Der Reinerlös aus der Bewirtung fließt der Jugendausbildung der Vereine ebenso zu, wie die Startgebühr.

Auftakt im Waldstadion

„Wir brauchen immer Leute, die Verantwortung übernehmen und ein solches Ereignis schafft natürlich große Öffentlichkeit“, freut sich Christian Kirchsteiger, der in Doppelfunktion für das Event arbeitet. Er ist Mitarbeiter der Firma Dunkermotoren und stellvertretender Vorsitzender des größten Bonndorfer Vereines, des TuS. Und er ist verantwortlich für die bunte Auftaktveranstaltung am Freitag (ab 16 Uhr) im Waldstadion, das Grümpelturnier. Hat man bei den ersten Veranstaltungen der Art noch Mannschaften suchen müssen, berichtet er nun davon, dass sich lange vorher schon Interessierte melden. Derzeit hätten sich bereits nahezu 20 Mannschaften angesagt, Luft nach oben sei noch bei den Jugendmannschaften.

Das könnte Sie auch interessieren

Markus Valentin – ebenso „Dunkerianer“ – ist seit einigen Jahren gewissermaßen „Vater“ der Fahrradtouren (Samstag ab 8 Uhr mit Frühstück am Sportplatz). „Die Strecken sind Teil meiner eigenen Ausfahrten, und bisher sieht alles ganz entspannt aus“, meint er. Ambitionierte Radler dürfen die 850 Höhenmeter abstrampeln, ebenso Genussradler die familientauglichen Strecken. Helm tragen ist übrigens Pflicht.

Megathlon mit Lasergewehrschießen

Bernd Malich, Vorsitzender des örtlichen Skiclubs ist ebenfalls Mitarbeiter der Firma Dunkermotoren. Er fungiert als Ansprechpartner und Mitplaner in der Kooperation mit DLRG und Stadt. Sie stemmen gemeinsam Kinderolympiade (Sonntag ab 13 Uhr Schwimmbad) und den Triathlon (Sonntag, Schwimmbad ab 10 Uhr), der diesmal ein „Megathlon“ ist. Nicht nur Schwimmen, Radfahren und Laufen absolvieren die Teilnehmer, sondern es gibt zusätzlich die Disziplin Lasergewehrschießen.

„Das ist ein riesensupertolles Event“, schwärmt Bernd Malich vom Gesamtpaket. Praktisch alle Sportvereine der Stadt seien involviert. „Zudem sind Schulklassen dabei – also das ist wirklich ein sportliches Großereignis mit eigentlich nur freudigen Gesichtern.“

„Es geht um das Gemeinschaftserlebnis“

Uwe Lorenz (41) ist seit 2013 Geschäftsführer der Dunkermotoren. Im Interview spricht über die Motive für die Veranstaltung.

Herr Lorenz, Ihnen ist als Geschäftsführer von Dunkermotoren das Event „Dunker bewegt“ immer ein besonderes Anliegen. Warum?

Weil es ein super Ereignis für unsere Mitarbeiter, für die Stadt und die Region ist, bei dem wir alle viel Spaß und Ablenkung finden, mit einem anderen Fokus als unserem beruflichen Alltag. Dabei tun wir auch noch etwas Gutes, nämlich das erlöste Plus kommt direkt unserer Jugend und ihrer sportlichen Ausbildung zugute, die hier in den Vereinen ihre Heimat täglich erleben.

Die Vorbereitung findet großenteils bei Dunker in der Personalabteilung statt. Inwiefern ist das Ereignis wichtig für die Mitarbeiter?

Es ist sehr wichtig, denn es schafft Identifikation mit der Firma und der Region als Einheit und gibt sogar noch, neben unseren betrieblichen Bemühungen, eine weitere Grundlage für die Integration neuer Mitarbeiter. Natürlich liegt die Hauptlast der Organisation bei unserer tollen Personalabteilung, aber auch viele weitere Mitarbeiter investieren viele Stunden in die Organisation und beteiligen sich an dem tollen Event.

„Dunker bewegt“ in diesem Fall eigentlich die ganze Stadt. Welche Bedeutung hat die Identifikation mit der Region für das Unternehmen?

Für uns als Firma eine sehr große Bedeutung. Nicht nur dass wir hier nach wie vor unseren Hauptsitz haben, auch der Großteil der Belegschaft kommt aus der Stadt und der Umgebung. Und besonders in Zeiten des Fachkräftemangels freuen wir uns nicht zuletzt aus betrieblicher Sicht über jeden qualifizierten Mitarbeiter, der gerne in der Region bleibt.

Sie werden wieder mit von der Partie sein. Wo werden sie mitanpacken?

Überall wo er gebraucht wird. Und natürlich werde ich versuchen meiner größten sportlichen Zuneigung, dem Fußball nachzugehen, auch wenn das Talent und Kondition über die vielen Jahre nachgelassen hat. Aber das ist nicht das Entscheidende. Wie bereits erwähnt, geht es bei „Dunker bewegt“ um das Gemeinschaftserlebnis, und es ist ja vielleicht auch ein Ansporn für den ein oder anderen, aus dem Spaß heraus wieder mehr für die Gesundheit zu tun und auch etwas mehr Sport zu treiben.