Fleisch in großen Mengen landete am frühen Montagmorgen auf der Kreisstraße 6516 in Boll. Ein Tiefkühl-Lastwagen hatte auf dem Weg nach Bonndorf 240 Kisten mit Fleisch verloren. Während der aufwendigen Aufräumarbeiten musste die Straße bis 11 Uhr zeitweise komplett für den Verkehr gesperrt werden.

Gewicht drückt Türen auf

Der Alarm erreichte die Feuerwehren Bonndorf und Boll am frühen Montagmorgen um 5.50 Uhr. Ein Fleischzulieferer war auf dem Weg zu einer Bonndorfer Fleischwaren Fabrik. Bei der Fahrt durch Boll am Berg kam es im Sattelzug zu einer Rutschung des Frischfleisches in den auf Paletten gestapelten roten Körben. Durch das Gewicht, das gegen die hintere Tür drückte, sprang diese auf und 240 Kisten mit Fleisch landeten auf der Straße. Nach Informationen der Polizei war an dem Anhänger möglicherweise ein Sicherungsbolzen gebrochen.

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Ein ziemliches Durcheinander von Kisten und Fleisch bot sich den Einsatzkräften am Ort des Geschehens. Mit 21 Feuerwehrleuten, elf aus Bonndorf, zehn aus Boll, wurde das Fleisch wieder zurück in die Kisten gepackt. Einsatzleiter war Gesamtkommandant Hansjörg Ketterer.

Experten vor Ort

Vor Ort waren auch ein Havariekommissar, ein Fachmann in Sachen Fleischwaren sowie Lebensmittelkontrolleure. Die Arbeit wurde in Vollschutzanzügen erbracht. Gegen 8 Uhr traf ein Ersatz-Lastwagen ein, in dem die Ware dann verstaut und abtransportiert werden konnte. Bis 11 Uhr dauerten die Aufräum- und Reinigungsarbeiten, anschließend konnte die Straße dann wieder für den Verkehr freigegeben werden.

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Zum entstandenen Sachschaden konnte die Polizei noch keine Aussagen machen. Die Sache könnte aber noch ein Nachspiel haben. Ermittelt werde wegen des Verdachts auf unvorschriftsmäßigen Ladungssicherung, so Polizeipressesprecher Jörg Kiefer.