Im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Pflumeschluckerzunft Bonndorf standen neben den Berichten eine Satzungsänderung sowie die Auszeichnung von Günter Hany mit einem goldenen Kamm. Narrenvater Clemens Podeswa stellte die Erweiterung der Satzung vor. Einstimmig waren die Mitglieder einverstanden, dass eine Jugendmitgliedschaft ab 16 Jahre eingeführt wird, die mit Vollendung des 18. Lebensjahres in eine normale Mitgliedschaft übergeht. In den zwei Jahren wird die Hälfte des Beitrages erhoben. Die Jugendlichen erhalten eine Mitgliedskarte und dürfen an Veranstaltungen und Narrentreffen teilnehmen, wenn ein Erziehungsberechtigter die Verantwortung übernimmt. Bei einer Info-Veranstaltung soll den Jugendlichen unter anderem die Kleiderordnung und die Regeln des Fasnetverlaufs näher gebracht werden.

Für Säckelmeister Markus Pfendler war die Freude über positive Zahlen groß. Der Zunft gehören momentan 511 Mitglieder an. Die Kassenprüfer Tanja Rendler und Kurt Waldvogel bescheinigten ihm eine perfekte Kassenführung. Zunftschreiber Norbert Rheiner und Narrenvater Podeswa gingen näher auf die über 100 Termine des vergangenen Jahres ein.

Dazu gehörten unter anderem der Zunftabend der Räuber Gündelwangen, die Kappenabende der Wittlekofer Störche, der Lumpenball der Landfrauen Dillendorf, die Narrentreffen in Markdorf und Birkendorf, die Fasnacht mit behinderten Menschen in den Werkstätten Titisee-Neustadt, das Fasnetfeuer, die Hanseleversammlung, die Klausurtagung des Narrenrats, der Narrensamenausflug, die Familienwanderung, die Teilnahme am Schlossfest, der Fasnetauftakt am 11. November sowie die Bewirtung beim TuS-Theater.

Narrenvater Podeswa berichtete, dass die Pflumeschlucker für die Ausrichtung der Hauptversammlung der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte (VSAN) von den teilnehmenden Zünften viel Lob erhalten hätten. Sein Dank galt der Stadt Bonndorf, den Lokalen und Vereinen, die Fasnachtsveranstaltungen ausrichten, den Pferdeführern, die ihren Obolus dem Narrensamenausflug zur Verfügung stellen, der Sparkasse für den Kartenvorverkauf sowie allen Helfern für die große Unterstützung. Ein Dankeschön galt der Bonndorfer Feuerwehr für die Begleitung der Umzüge. Eine besondere Ehrung hatte der Narrenrat für Ehrennarrenvater Hany vorgesehen, der seit Jahrzehnten das Schminken und Frisieren der Narren bei den verschiedenen Veranstaltungen übernahm. Er ist seit dem 1. Januar im Ruhestand und die Zunft verlieh ihm für seine Verdienste einen goldenen Kam.

In einer interessanten Powerpoint-Präsentation rief Zunftschreiber Rheiner mit 167 Bildern das Pflumeschluckerjahr in Erinnerung, die von Narrenrat Wolfgang Knaak humorvoll kommentiert wurde. Bürgermeister-stellvertreter Ingo Bauer überbrachte die Grüße und den Dank der Stadt Bonndorf, lobte die Zunft als tolles Aushängeschild und als zuverlässigen Partner. Nachdem die Bühne für das Spiel am Fasnetmontag nicht mehr brauchbar ist, wird die Stadt Bonndorf in diesem Jahr eine Bühne mieten und die Kosten dafür übernehmen.

Der Narrenrat der Pflumeschlucker ist für die kommende Fasnet gut gerüstet.
Der Narrenrat der Pflumeschlucker ist für die kommende Fasnet gut gerüstet.

Mit Änderungen durch die Fasnet

Narrenvater Clemens Podeswa gibt drei Neuerungen für die Fasnacht bekannt.

  • Die Änderungen: Am Schmutzigen Donnerstag und am Fasnetmontag soll jeweils eine Bar für die Jugend mit Bewirtung und Musik aufgestellt werden. Der Beginn des Bühnenspiels am Montag wird auf 13.33 Uhr vorverlegt und das Auswerfen am Dienstag auf 15 Uhr nach hinten verlegt.
  • Die Reisen und Besuche: Am 12. Januar wird der Zunftabend in Gündelwangen und am 13. Januar der Zunftabend in Lembach besucht. Am 24. Januar feiern die Pflumeschlucker Fasnacht für Menschen mit Behinderung in den Werkstätten Titisee-Neustadt. Der Lumpenball in Dillendorf findet am 26. Januar statt. Zusammen mit der Stadt Bonndorf richtet die Zunft am 30. Januar die Seniorenfasnet aus.
  • Die Narrentreffen: Am 20. und 21. Januar wird das Narrentreffen in Grafenhausen, am 27. und 28. Januar das in Kiebingen besucht. Für Samstagabend gibt es einen Shuttlebus. Abfahrt ist um 17.30, 19 und 20.30 Uhr vorm Rathaus und dem Schwarzwaldhotel in Bonndorf; Rückfahrt ist um 24, 1.30 und 3 Uhr. Am Sonntag fährt die Zunft um 10.30 Uhr mit einem Bus nach Grafenhausen. Zum Narrentreffen nach Kiebingen ist am Samstag um 14 Uhr Abfahrt mit zwei Bussen und am Sonntag um 8.30 Uhr mit einem Bus.
  • Die Fasnet: Die Pflumeschluckerfasnet verläuft vom 8. bis 13. Februar wie gewohnt mit Machtübernahme am Donnerstag, Kinder- und Familienumzug am Sonntag, Bühnenspiel und Umzug am Montag sowie Auswerfen und Verbrennung am Dienstag. (ts)