Bonndorf Diskussion um Sanierungskosten

Die Sanierung der Badhofkapelle Bad Boll kostet rund 200 000 Euro. Eine Beteiligung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist denkbar.

Eckhard Wegner von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (Bonn), Mahmoud Azad von der Denkmalförderung Esslingen, Frank Leusch von der Denkmalpflege des Regierungspräsidiums Freiburg und Reinhard Metsch vom Landratsamt Waldshut besichtigten zusammen mit Bürgermeister Michael Scharf, Architekt Tobias Bartsch, Steffen Wolf, Nicole Messerschmid, Norbert Kromer sowie Mitgliedern des Freundeskreises die Badhofkapelle Bad Boll in der Wutachschlucht.

Bürgermeister Scharf äußerte Bedenken hinsichtlich der inzwischen sehr hohen Kosten von mehr als 200 000 Euro für die Sanierung. Eine öffentliche Förderung sei nicht möglich, da es sich um eine private Stiftung handelt. Um an finanzielle Mittel zu kommen hat die Stadt das Gebäude, das nach wie vor im Besitz des Landes ist, für 15 Jahre gepachtet.

Mehr als 38 000 Euro Spenden Für die Sanierung der Kapelle sind inzwischen mehr als 38 000 Euro an Spenden eingegangen. Wenn alle sonstigen möglichen Fördermittel ausgeschöpft sind, ergibt sich noch ein Fehlbetrag von etwa 60 000 Euro. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz könnte die Maßnahme finanzieren. Mahmoud Azad von der Denkmalförderung könnte sich eine Förderung der Innraumsanierung vorstellen. Er bat den Architekten, konkrete Berechnungen vorzulegen. Es wäre denkbar, dass die Stadt Bonndorf und die Denkmalstiftung je 50 Prozent des Fehlbetrags übernehmen. Eckhard Wegner berichtete, dass die Kommission Ende Februar tagt. Es gab bereits intern eine positive Stellungnahme.

Bürgermeister Scharf sah mit der Aussage die erste Hürde genommen, denn für eine Vorlage im Gemeinderat braucht er ebenfalls entsprechende Zahlen.

Für den Freundeskreis „Kapelle Bad Boll“ ist der Erhalt als Bauwerk und Zeitzeuge wichtig. Der Verein könnte sich nach den umfangreichen Sanierungsarbeiten weitere Nutzungsmöglichkeiten wie beispielsweise Dauerausstellungen vorstellen. Um alle notwendigen Maßnahmen durchführen zu können, ist der Freundeskreis auch weiterhin auf Spenden angewiesen.

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