„Wir machen es für das Dorf, dass der Mittelpunkt mit Kirche schöner aussieht. Wenn wir nichts machen, haben wir einen Schandfleck im Dorf“, beschreibt Markus Mutter von der Feuerwehrabteilung Brunnadern das Motiv, den Außenbereich der St. Nikolaus-Kirche für das Allgemeinwohl und für die Dorfgemeinschaft ordentlich herzurichten. Davon ist auch Simon Burger überzeugt: „Ich helfe, damit es im Dorf noch schöner wird.“

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Löschen – Retten – Bergen – Schützen, das sind die Beweggründe aller Feuerwehren. Im Bereich Gefahrenschutz sanierten die Wehrmänner 2017 die Friedhofsmauer. Dass die St. Nikolaus Kirche in die Jahre gekommen ist, zeigte sich, als die Kirchengemeinde einen Bauzaun um das Kirchlein mit Baugerüst errichten ließ, um Menschen vor dem Herunterfallen der Dachziegel zu schützen. Mittlerweile ist das Dach saniert. Als nächsten Schritt ergab es sich, auch die Kirchenmauer rückzubauen.

Im Einsatz für die Dorfgemeinschaft sind auch Simon Burger (links) und Thomas Maier (rechts).
Im Einsatz für die Dorfgemeinschaft sind auch Simon Burger (links) und Thomas Maier (rechts). | Bild: Heidemarie Rombach

Im März dieses Jahres befreiten die Brunnaderner Helfer deswegen den Außenbereich der St. Nikolaus-Kirche um und an der Mauer von Sträuchern und Bäumen, weil das Wurzelwerk die bestehende Mauer beschädigt hatte. Mühevoll bauten sie Stein für Stein ab, um das Material für den Steinmetz zu sichern. Zu Handlangern wurden die Wehrangehörigen, als sie im April dem Fachmann halfen, Mörtel für den Aufbau anzurühren. Sage und schreibe 1000 Sack à 25 Kilogramm wurden in Handarbeit dafür verarbeitet.

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Während die Verrechnungsstelle für katholische Kirchengemeinden in Stühlingen für die Materialkosten und den Steinmetz aufkommen, engagieren sich die Feuerwehrleute ehrenamtlich. Zum „harten Kern“ gehören: Thomas Maier, Markus Mutter, Martin Baccaro, Janik Mutter, Gian Luca Baccaro, Walter Brendle, Simon Burger, Martina Lauble, Kai Brendle, Hans Blattert, Christoph Stieger, Ralf Rebmann, Klaus Rebmann und Michaela Burger.

Hier gibt es noch einiges zu tun, bis das Areal wieder bepflanzt und vorzeigbar ist.
Hier gibt es noch einiges zu tun, bis das Areal wieder bepflanzt und vorzeigbar ist. | Bild: Heidi Rombach

Mit besonderem Lohn bedacht wurden von Markus Mutter, bei dem die „Fäden“ dieses Arbeitseinsatzes zusammen laufen, die beiden in Rente stehenden Oswald Rebmann und Rolf Burger: „Ohne diese beiden wäre es nicht gegangen.“

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Gut und gerne 1000 Stunden brachte die Truppe bei „Wind und Wetter“ bisher auf. Neben Körperkraft kamen auch mehrere Schlepper und weitere Gerätschaften zum Einsatz. Rund 280 Stunden war bislang der Aufwand. Dass die Männer und die einzige Frau der Feuerwehrabteilung Brunnadern verköstigt werden, dafür sorgt Melanie Mutter. Bauleiter der Kirche ist Markus Schönle aus Dillendorf.

13 Feuerwehrmitglieder im Einsatz

Augenblicklich sind die freiwilligen Helfer dabei, nach Freilegung und Neubau der Kirchenmauer mit einem Teil der Rückbausteine die Gräben zu füllen, um eine Drainage damit zu sichern. Danach wird das Ganze mit Vlies abgedeckt, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit in die neue Mauer dringt. Humus aufbringen, Einsäen, Abdeckplatten aus Marmor auf die Mauer legen und Geländer anbringen, das sind die nächsten Schritte der 13 Macher.

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Bis zum Herbst wird alles fertig sein. Dank von Markus Mutter gilt der Nachbarsfamilie Stieger, die für das Projekt das angrenzende Areal zur Verfügung stellt. Geplant ist für August, eine Nachbesprechung zu veranstalten, um die ersten Erfolge der Verschönerung zu erläutern.