Die Untersuchungen sind angelaufen, es wird beobachtet. Mehr könne man derzeit nicht unternehmen, erläuterte Wilfried Fechtig vom Baureferat Süd des Regierungspräsidiums Freiburg in Bad Säckingen auf Anfrage. Die Straßensanierer stehen in der Frage, warum die frisch sanierte L 170 bei Bonndorf wellenartige Verformungen der Fahrbahnfläche aufweist, weiter vor einem Rätsel.

Wenige Wochen nach Sanierungsende der L 170 zwischen Abzweig Boll und B315-Kreuzung traten auf der Fahrbahnoberfläche auf rund 40 Meter Länge hangseits wellenartige Verformungen auf. Der rund ein Meter breite Randstreifen der Fahrbahn wölbt sich wie ein zusammengeschobener Teppich mehrere Zentimeter in die Höhe.

Geologe steht vor einem Rätsel

Ein Geologe habe die schadhafte Stelle in Augenschein genommen, erläuterte Wilfried Fechtig und stehe bei der Frage nach den Ursachen vor einem Rätsel. Die frühere Abrisskante des bergseitigen Hangs habe durch Bohrpfähle stabilisiert werden können. Fest stehe, dass es zwischen den im Zuge der Sanierung eingebrachten 71 Bohrpfählen Setzungen gebe. Warum, müsse ergründet werden.

Untersuchung mit Laserscans und GPS

Laserscans des Gebiets, von Fachleuten des Regierungspräsidiums angefertigt, weisen nach Auskunft von Wilfried Fechtig auf weitere hangseitige Bewegungen des Abschnitts oberhalb der Wutachschlucht hin. Selbst die früher auf GPS-Basis festgelegten Anschlusspunkte zur Vermessung haben sich verschoben.

Wenn die Ursache der Hangbewegung feststehe, könne man sich für den betroffenen Bereich eine neue Strategie überlegen. Möglicherweise sei die L 170 dann für eine weitergehende Sanierung nur halbseitig befahrbar.