Ihre neunte Hauptversammlung hielten die Dillendorfer Schnecken im Clubhaus ab. Michael Morath trug seinen Schriftführerbericht vor, in dem sich ein gewaltiges Arbeitspensum für den jungen Verein widerspiegelte. Das Engagement der Mitglieder kommt überwiegend der Pflege der Fastnacht im Dorf zugute, daneben bleiben aber während des Jahres Zeit und Muße, sich am Dorffest und am Weihnachtsmarkt zu beteiligen oder den Martinsumzug zu gestalten. Das Jubiläum der Gündelwanger Räuber, das Narrentreffen in Aichen, der Lumpenball der Landfrauen und ein Kegelabend im Kegelstüble hatten dem Verein tolle Erlebnisse beschert.

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Die sechs Fastnachtstage selbst erforderten vom Vorstandsteam und den aktiven Narren ein gehöriges Stehvermögen. Insbesondere der Auftakt am Donnerstag mit Wecken, Schul- und Kindergartenbesuch in Wellendingen und Bonndorf, Nudelsuppenessen im Gemeindesaal, Narrenbaumstellen auf dem Dorfplatz, Hemdglunkerumzug und -ball hatte es in sich. Hinzu gesellten sich die Seniorenfastnacht, Auftritte und Besuche in Bonndorf und Münchingen am Samstag, Sonntag und Montag. Und am Dienstagabend ließen es sich einige nicht nehmen, der Schulklasse der Pflumeschlucker in Bonndorf zu lauschen. Zudem galt es, das Tagespensum am Fasnetdienstag mit Umzug und Gemeindesaal in Dillendorf zu stemmen.

Ein rühriger Verein

Veronika Rendler trug mit ihrem Kassenbericht und dem des Materialwartes dazu bei, den Erfolg an Hand von Einnahmen und Ausgaben zu ergänzen. Severine Tritschler und Gisela Giesecke-Stutz hatten die Kassen geprüft und bescheinigten tadellose Arbeit. Stadtrat Manfred Amann schlug der Versammlung Entlastung des Vorstandes vor, was ohne Gegenstimme oder Enthaltung beantwortet wurde. Gleichzeitig überbrachte er die Grüße und den Dank der Stadt Bonndorf für das, was der rührige Verein ganzjährig für die Allgemeinheit auf die Beine stellt.

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Die Versammlung beschäftigte sich am Ende sehr intensiv mit der Bewältigung der Dorffastnacht, vor allem mit dem Fastnachtsdienstag. Die Bewirtung im Gemeindesaal werde der Musikverein nicht mehr übernehmen, hatte deren stellvertretender Vorsitzender Klaus Rebmann mitgeteilt. Veronika Rendler war der Ansicht, dass an diesem Tage die "Schnecken“ nicht arbeiten, sondern mit Maske und Häs Fastnacht feiern sollten. Lothar Gantert stellte die Frage in den Raum, welcher Verein im Dorf derzeit denn überhaupt noch etwas für die Pflege der Fastnacht zu tun bereit sei. Klaus Bernhart, langjähriger Narrenvater, empfahl, den Schmutzigen Donnerstag zu entflechten und dafür den Dienstag mit mehr Aktivitäten zu beleben.

Hausaufgaben für den Vorstand

Als Hausarbeit wird sich der Schnecken-Vorstand um die Vorsitzende Anja Haberstroh mit einem Neukonzept beschäftigen und versuchen, mit Musikverein, Landfrauen, Landjugend ins Gespräch zu kommen. Bedauert wurde, dass das Fasnetfeuer in der Nacht davor von Unbekannten entzündet worden war. Die Aufstellung einer Nachtwache, wie es früher gang und gäbe war, dürfte für das Jahr 2020 beschlossene Sache sein.