Nicht nur der Herbst spielt mit bunten Farben. Auch die strahlenden und animierenden Bilder des Bonndorfer Künstlers Axel Holm, die derzeit im Bonndorfer Rathaus zu sehen sind, begeistern mit kreativem Farbenspiel. Bei der Eröffnung der Ausstellung bescheinigte Laudator Bürgermeister Michael Scharf dem 1957 in Hamburg geboren Mediziner Axel Holm einen noblen, hanseatischen Charme. „Heute zeigt ein Psychotherapeut sein Innerstes“, richtete Scharf seinen Blick auf die Gemälde im ersten Stock.

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„Ich freue mich auf diese Ausstellung“, gestand Scharf und skizzierte Axel Holm, als einen sehr vielfältigen Menschen. Eher zurückgezogen lebt dieser mit seiner Ehefrau, Zahnärztin Gudrun Holm, in der Löwenstadt. Hier wirkt er seit einem Vierteljahrhundert in seiner privaten Praxis in Bonndorf und ist darüber hinaus in der Hans-Carossa-Klinik in Stühlingen tätig. Studiert hat er Germanistik, Philosophie und Medizin in Hamburg und Gießen. Seine Promotion legte Axel Holm in der Neurophysiologie ab, weshalb es ihn als Psychotherapeut in mehrere psychosomatische und psychiatrische Kliniken verschlug. Heute ist Axel Holm auch Psychoanalytiker.

Malerei ist seine Leidenschaft

„Zeitlebens war die Malerei seine Leidenschaft, ja seine Passion“, attestierte Michael Scharf dem wie er sagte sympathischen, ruhigen und zurückhaltenden Menschen. Deshalb wünschte dieser eine öffentliche Vernissage. Die Ausstellung im Rathaus ist bis April 2020 zu sehen. Weitere Werke hängen in den Praxisräumen von Gudrun Holm in der Paulinerstraße 5.

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Dankesworte richtete Axel Holm an sein Team, welches mit der Aufbauarbeit beschäftigt war und an seine Frau Gudrun für deren Unterstützung. Seine Ausstellung mit dem Titel „Augenweiden“ sei quasi eine Einladung, mit den Augen auf den Bildern spazieren zu gehen. Der Künstler verwendet Acrylfarben in einer bestimmten Technik. Die Idee sei dabei, dass Räumlichkeiten entstehen – Räume, die sich öffnen. Plastische Volumen und Mischtöne sollen nur durch den transparenten Farbauftrag zur Wirkung kommen. Und somit wird Farbenfreude zur Lebensfreude.

„Alles hat immer einen roten Faden, um zu produzieren“, verriet Axel Holm und betonte, dass die gezeigten Gemälde innerhalb eines Jahres entstanden. Dafür nehme er sich zwei bis drei Wochen Urlaub, um zu malen. Nicht verborgen bleibt dem Betrachter, dass die Bilder alle keine Namen haben. „Erst beim Besitzerwechsel erhalten sie ihre Titel.“ So erwartet Holm eine eigene Deutung des Käufers beim entsprechenden Kunstwerk, was dann zu Titeln wie Schneeblüte, Viola, Space, India, Volumen oder Raum führe.