Der Landfrauenbezirk Bonndorf hat aktuell 927 Mitglieder in 18 Ortsvereinen und feiert nächstes Jahr das 70-jährige Bestehen. Vorsitzende Karola Morath begrüßte zur Hauptversammlung fast aus jedem Ortsverein zwei Vorstandsmitglieder, die bei den anstehenden Neuwahlen auch wahlberechtigt waren.

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Sie selbst und ihre Stellvertreterin Susanne Barfood stellten sich erneut zur Wahl und wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Schriftführerin Erika Schübel und Kassiererin Christine Brendle gaben ihre Ämter nach 14 beziehungsweise nach 19 Jahren jedoch ab. So war es an Stadtrat und Bürgermeisterstellvertreter Ingo Bauer, als Wahlleiter unter den Anwesenden zwei Nachfolgerinnen zu finden. Die zwei Beisitzerinnen Eva Jost aus Wellendingen und Karin Bartmann aus Wittlekofen waren bereit, sich für diese neuen Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Eva Jost wurde neue Schriftführerin und Karin Bartmann Kassiererin.

Drei neue Beisitzerinnen

Somit waren mindestens zwei Beisitzerposten neu zu besetzen. In Abwesenheit hatte schon Corinna Limberger aus Untermettingen ihre Bereitschaft signalisiert. Doch aus dem Kreis der Anwesenden fand sich erst einmal Niemand. Ingo Bauer hatte letztlich jedoch so viel Überzeugungskraft, dass sich mit Alexandra Hainke und Tanja Alex aus Untermettingen zwei weitere Frauen zur Wahl stellten. Somit waren alle Posten erfolgreich besetzt worden, worüber sich Karola Morath sehr freute.

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Schriftführerin Erika Schübel gab einen ausführlichen Rückblick auf die Arbeit im abgelaufenen Jahr. An etlichen Hauptversammlungen und Veranstaltungen der Ortsvereine nahmen einzelne Vorstandsmitglieder teil, so an den runden Geburtstagen von Wangen (60 Jahre), Gündelwangen (50 Jahre) und Blumegg (50 Jahre). Vier Vorstandssitzungen waren abgehalten worden, einige Treffen für das Aktionsjahr fanden statt, und eine Aktionswoche stand unter dem Motto: „Taten statt Worte“. Im Rahmen dessen wurde ein Film gezeigt, der das harte Ringen der Frauen um die Gleichberechtigung beider Geschlechter vor 100 Jahren zeigte.

Erinnerung an Einnführung des Frauenwahlrechts

Der gebürtige Wellendinger Konstantin Fehrenbach, Präsident der Weimarer Nationalversammlung, gab damals einer Abgeordneten das Wort. Sie sagte unter Anderem: „Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit. Sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist.“ Frauen durften bis 1977 nicht ohne Einverständnis des Ehemannes arbeiten gehen. Bis 1962 durften sie auch kein eigenes Bankkonto eröffnen und verheiratete Frauen waren bis 1969 nicht geschäftsfähig.

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Der Landfrauenverband Südbaden feierte sein 70-jähriges Bestehen beim Landfrauentag in Bräunlingen, der mit Vorträgen von Tanja Köhler und Beate M. Weingardt sowie einem Kabarett mit Marlies Blume allen Beteiligten großen Spaß machte. Vorsitzende Karola Morath machte noch einmal deutlich, was die Landfrauenbewegung schon alles auf den Weg gebracht hat. Zum Beispiel seit diesem Jahr die Altersabsicherung von allen Müttern, sodass nun auch Mütter von 1992 und früher geborenen Kindern mehr Rente erhalten.

Terminausschau

Vorausschauend gab Karola Morath einige Termine bekannt. Am 9. März ab 18 Uhr ist der internationale Frauentag im Landratsamt Waldshut, am 10. April um 20 Uhr findet im Bonndorfer "Kranz" eine Bildungsprogrammbesprechung statt, der Bezirksausflug ist am 29. Juni rund um Grafenhausen geplant und im Oktober ist in Lauchringen eine Auftaktveranstaltung für 25 Jahre Frauenaktionswochen vorgesehen. Der Bezirkslandfrauentag wird von den Ortsgruppen Blumegg und Schwaningen ausgerichtet.

Ingo Bauer überbrachte Grüße von der Gemeinde, er lobte die Landfrauen in der Region, die nicht mehr aus der Vereinswelt weg zu denken sind. Er übergab eine Spende aus der Stadtkasse für eine kommende Veranstaltung des Bezirks.