Der Forsttechnische Hauptstützpunkt Bonndorf wird im Mai den Schulungsbetrieb aufnehmen. Dies bestätigte Friedbert Zapf vom Kreisforstamt Waldshut auf Anfrage dieser Zeitung. Mit den jetzt nahezu abgeschlossenen Arbeiten liege der Bau im Zeitplan. Die Kostenschätzung liegt laut Friedbert Zapf bei 2,43 Millionen Euro. Landwirtschaftsminister Peter Hauk wird wohl im Juni die Einrichtung offiziell eröffnen.

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Für den Landesforstbetrieb Forst BW wurden auf dem 8000 Quadratmeter großen Gelände im Gewerbegebiet Im Breitenfeld zwei Gebäude – mit 555 beziehungsweise 220 Quadratmetern Grundfläche – errichtet. Eines davon ist mit einem 60 Quadratmeter großen Seminar- und Schulungsbereich, der bis auf 80 Quadratmeter erweitert werden kann, einem Büro sowie einer Holzwerkstatt und einer weiteren Werkstatt ausgestattet. In dem anderen Gebäude sind Garagen mit einer Wildkammer untergebracht. Die Gestaltung der Außenanlage wurde konkret geplant.

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Der räumlich deutlich vergrößerte neue Forsttechnische Hauptstützpunkt Bonndorf, bislang in der Allmendstraße untergebracht, wird wichtige Aufgaben der Waldbewirtschaftung in der Region wahrnehmen. Der forstliche Ausbildungsbereich des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald wird aus Schluchsee nach Bonndorf verlagert und der Betrieb personell aufgestockt. Stützpunktleiter ist Rainer Epple. Ihn unterstützen Felix Ehret sowie Forstwirtschaftsmeister Werner Metzler. Außerdem wirken Bernhard Amann und Lothar Kalinasch in der Aus- und Weiterbildung mit.

Ausbildung für 15 Forstwirte

Der „Einsatzleiter Zentrale Holzbereitstellung“ wird den Vollerntereinsatz im Wald vom Hauptstützpunkt aus besser koordinieren können. Ausgebildet werden mit 15 Forstwirten nahezu doppelt so viele wie bisher. Die Themenbereiche Wald-/Naturschutz sowie Waldpädagogik gewinnen ebenso wie die externe Fortbildung von Privatwaldbesitzern an Bedeutung. Das Versuchswesen wird durch eine Zusammenarbeit mit der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg bedeutender. Bewährte Angebote wie die Motorsägenkurse, jährlich werden diese von rund 1000 Interessierten nachgefragt, bleiben bestehen.

Verunsicherung

Mitte 2017 herrschte noch Verunsicherung, ob die Einrichtung zeitnah überhaupt gebaut werden kann, denn die Planverfolgung zum Forsttechnischen Hauptstützpunkt war wegen einer Organisationsänderung auf Landesebene fürs Erste ausgesetzt worden. Der Landesbetrieb Forst BW sollte zur Anstalt des öffentlichen Rechts umgebaut werden. Es waren damals bereits getroffene Entscheidungen erneut überprüft worden.