Auch in Bonndorf ergreifen Unternehmen Vorsichtsmaßnahmen gegen das Coronavirus (SARS-CoV-2). Sowohl die Dunkermotoren GmbH als auch die Hectronic GmbH haben feste Ansprechpartner für alle in diesem Zusammenhang relevanten Belange bestimmt. Man wolle keinesfalls Panik schüren, aber dennoch mit angemessenen Vorsichtsmaßnahmen auf die Verbreitung von Covid-19 reagieren, versichern beide Unternehmen auf Nachfrage.

Sie ergreifen Vorsichtsmaßnahmen gegen die Covid-19-Gefahr: die Bonndorfer Dunkermotoren GmbH und die Bonndorfer Hectronic GmbH. Beide Unternehmen haben Reisetätigkeiten zu Lieferanten und Kunden weitestgehend eingestellt.
Sie ergreifen Vorsichtsmaßnahmen gegen die Covid-19-Gefahr: die Bonndorfer Dunkermotoren GmbH und die Bonndorfer Hectronic GmbH. Beide Unternehmen haben Reisetätigkeiten zu Lieferanten und Kunden weitestgehend eingestellt. | Bild: Stefan Limberger-Andris

Reisetätigkeiten zu Lieferanten oder Kunden werden wegen der Virusgefahr seit dieser Woche weitestgehend eingestellt. Umgekehrt werden auch externe Besuche vermieden. Dies sei in Anbetracht der Lage derzeit allgemeine Geschäftspraxis. Falls Geschäftsreisen unverzichtbar erscheinen, werde genau geprüft, um welche Herkunfts- oder Zielländer es sich handelt, teilen beide Unternehmen mit.

Bei Hectronic wurde eine Schulung abgesagt, zu welcher Gäste aus Ägypten, Italien und Kroatien eingeladen waren. „Manche sagten bereits von sich aus ihre Teilnahme ab“, erklärt Geschäftsführer Eckhard Fechtig. „Wir versuchen, über Videokonferenzen eine Alternative zu schaffen. Das ist zwar nicht 100-prozentig dieselbe Qualität, aber besser als gar nichts.“ Auch Messeveranstaltungen stehen auf dem Prüfstand. „Wir beobachten die Krisenherde und versuchen, sowohl unsere Heimatstadt als auch unsere Mitarbeiter zu schützen. Unser oberstes Ansinnen ist aber, Ruhe zu bewahren“, sagt Dunker-Geschäftsführer Uwe Lorenz. Es gehe in erster Linie um Bewusstseinsschärfung und Risikoabwägung.

Beide Unternehmen tauschen ihre Informationen und Maßnahmen untereinander aus. Sie weisen ihre Mitarbeiter zu intensiven Hygienemaßnahmen an. Kontaktflächen wie Türklinken, Toiletten oder Besprechungstische werden regelmäßig desinfiziert. Vom Besuch von Großveranstaltungen wird abgeraten, auch private Reisen kommen auf den Prüfstand. Allerdings könne man nur Empfehlungen aussprechen.

Die Dunker-Filiale in Taicang nahm am 11. Februar wieder ihren regulären Betrieb auf. Von Staats wegen war das chinesische Werk zu einer verlängerten Neujahrsschließung gezwungen gewesen. „Wir haben in unserem chinesischen Werk keinen Krankheitsfall“, freut sich Uwe Lorenz.

Was beide Bonndorfer Unternehmen beklagen, sind signifikante Störungen auf die betrieblichen Lieferketten. „Wir reagieren mit Mann und Maus auf diese globalen Verwerfungen und konnten es bis dato gut managen“, sagt Uwe Lorenz. Auch bei Hectronic werde der Produktionsplan ständig angepasst. „Wenn aber zugesagte Teile acht Wochen später geliefert werden, macht uns dies Probleme“, räumt Eckhard Fechtig ein. Man könne die Produktion nicht einfach mit Ersatzaufträgen auslasten. Beide hoffen, dass die Mitarbeiter und die Unternehmen gesund und einigermaßen schadlos aus der Corona-Krise herauskommen.