Bonndorf Bühne frei für das große Bonndorfer Fasnetspiel

Narren mit Spitzer Zunge und viel Fantasie beim Fasnetspiel der Pflumeschlucker. Gelungene Darbietungen vor dem Rathaus in Bonndorf.

Grazile Schwäne, lustige Trolle und Narren, die mit spitzer Zunge das Geschehen in der Stadt aufs Korn nahmen, prägten auch in diesem Jahr das Fasnetspiel auf der Bühne vor dem Rathaus. Die war diesmal völlig anders: größer, höher, massiver, einfach professioneller. Damit konnten auch die Zuschauer in den hinteren Reihen das närrische Spiel auf der Bühne mühelos verfolgen. Und die Fasnachter waren in großer Zahl gekommen, um die "Fasnacht zwischen Himmel und Hölle" hautnah mitzuverfolgen.

Bevor es los ging, heizte die Bonndorfer Guggenmusik mit ihrem Bandleader Andreas Matt an der Spitze den Zuschauern wieder mächtig ein. Gekonnt wurden die Auftritte von Narrenräten in Richterrobe mit Lockenperücke und Hotelpagen-Montur angekündigt. Für Narrenrat Wolfgang Knaak stand aber schon vorher fest: "Wer Fasnet macht, kommt in den Himmel!"

Grazil mit einem Schuss Akrobatik zeigten sich die schwarzen und weißen Schwäne der TuS-Turnabteilung wieder von ihrer besten Seite. Trollig kam der Trachtenverein mit Kindern auf die Bühne. Ihre Credo: "Das Schönste im Leben ist die Fasnet." Schrecklich schön die Darbietung des SV Dillendorf, der "Untote" mit einer gelungenen Show auf die Bühne schickte. Klar, dass die keine Ansprüche auf einen Platz im Himmel anmeldeten.

Den wollten auch die "Irren Iren" der Kolpingfamilie nicht haben. Mit gewohnt lästerhaftem Mundwerk nahm Matthias Weishaar in der Bütt kein Blatt vor den Mund. Der Gemeinderat verramsche die "letzte grüne Wiese" in der Stadt für einen neuen, größeren Schmidt's Markt, der nur größere Einkaufswagen bringe. Von Realschulrektor Samy Wafi hält der Ire nicht viel und hofft, dass er nicht mehr aus der Elternzeit zurück nach Bonndorf kommt.

Die Gruppe & Co. schlug ob der vielen Baustellen vor, in die Straßen einfach einen Reißverschluss einzubauen. Nachdem es in der Stadt zwei "Bonndorfer Blättle" gibt, schlugen die Götter vor, als dritte Variante Hermes als Götterbote in die Löwenstadt zu schicken. Vorschriften machen es den Wagenbauern an Fasnet schwer und die Sperrung für die Umzüge mache die Polizei auch nicht mehr. Dafür boten die Götter Hilfe aus dem Himmel an.

Sorgen um die Zukunft der Schonsteinfeger macht sich die DLRG. Nahwärme und Wärmetauscher machen den Berufsstand bald überflüssig. Deshalb wollen sie auf Glücksbringer umstellen. Und für die leidgeplagten Anwohner der Spielgelstraße hatten sie eine Lösung: einen Tunnel. Die Breitbandgötter des TuS Bonndorf hoffen, dass der Ausbau des Breitbandnetzes nicht so schleppend vorangeht wie der Flughafenbau in Berlin oder Stuttgart 21.

 

 

Ihre Meinung ist uns wichtig
Mehr zum Thema
Fasnacht am Hochrhein: Erleben Sie im SÜDKURIER-Dossier die Fasnacht am Hochrhein. Hier finden Sie alle Bilder und News rund um die närrische Jahreszeit! Alle Termine zu Fasnachtsveranstaltungen haben wir hier zusammengestellt:
>Termine Bad Säckingen >Termine Laufenburg >Termine Bonndorf >Termine Waldshut-Tiengen
% SALE bei SÜDKURIER Inspirationen %
Neu aus diesem Ressort
Bonndorf
Bonndorf
Bonndorf
Bonndorf
Bonndorf
Bonndorf
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren