Seit eh und je ist die Kolpingfasnet ein fester Bestandteil im Städtchen der Pflumeschlucker. Der Zahn der Zeit indes sorgte dafür, dass sie auch in dieser Saison das einzige organisierte Ballvergnügen im Paulinerheim präsentieren. Trotz der behördenüblichen Auflagen setzen die 20 aktiven Kolpingbrüder in Bonndorf darauf, als letzter Verein einer großen Balltradition gerecht zu werden. Ihre in die Jahre gekommenen Vereinsbrüder halten der jungen Kolpingtruppe die Treue und sorgen am Tag des Aufräumens dafür, dass im Festlokal alles wieder sauber ist. Dies freut natürlich den Vorsitzenden Marco Johner, voller Respekt vor den Mithelfenden. Gemäß dem diesjährigen Ballmotto „Jamaika“ hantierte DJ Michael Woll, genannt „Trollinger“, dafür, dass die Ohren den ersehnten Lautstärkepegel samt Musikwünschen erhielten. Schützenhilfe bekamen die Veranstalter aus dem schweizerischen Solothurn mit der Guggemusik „Mamfi“. Seit 17 Jahren nunmehr kommen die 24 Guggemusiker im Durchschnittsalter von 35 Jahren in das Schwarzwaldstädtchen. Vergangenes Jahr konnte die quirlige Truppe mit den Altvorderen das 60-jährige Bestehen feiern.

Das „Trainingslager“ haben die Eidgenossen dieses Jahr wiederum von Freitag bis Sonntag im Gasthaus Kranz aufgeschlagen, während das Probelokal im „Schnitzer“ beheimatet ist. Die Kolpingfrauen, Narrenvater Clemens Podeswa mit DLRG-Freunden und die Guggemusik Bonndorf, die kurz nach Mitternacht per Busunternehmen das Paulinerheim erreichte, bereicherten gleichfalls das stimmungsvolle, bunte Ballgeschehen. Querbeet werteten auch Vertreter anderer Fasnetvereine aus der Region mit ihrem Besuch die Kolpingfamilie auf.

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