Bonndorf Bonndorfer Liturgiekreis feiert 30-jähriges Bestehen

Mit den KFD-Frauen und den ehemals Aktiven wird am 16. September bei Kaffee und Kuchen der runde Geburtstag des Bonndorfer Liturgiekreises gefeiert. Um 18 Uhr gibt es in der Katholischen Kirche eine Andacht.

30-jähriges Bestehen feiern am Samstag, 16. September, die Frauen aus dem Liturgiekreis. Ihr Beweggrund vor drei Jahrzehnten war hauptsächlich, Gottesdienste für Familien mit Kindern so zu gestalten, dass diese sich angesprochen und wohl fühlen können. Einstmals vom vorhergehenden Stadtpfarrer Eugen Fleig als „Liturgiekreis der Jungen Frauen“ bezeichnet, beanspruchen die kirchlich engagierten Frauen das Attribut „jung“ gleichwohl nicht mehr.

Ingeborg Götz und Annette Kreidler ergriffen seinerzeit die Initiative, weitere begeisterte Mütter schlossen sich ihnen an. Zeitweilig zählten 16 Familien mit 44 Kindern zum Liturgiekreis. In den Genuss der familien- und kinderfreundlich gestalteten Gottesdienste indes kamen alle interessierten Familien.

Die Liste dessen, was die Frauen initiierten, ist lang. Sie führten regelmäßige Kinder- und Familiengottesdienste ein. Pfarrer Fleig griff die Anregungen und Liedvorschläge für die jeweiligen Gottesdienste bereitwillig auf, lagen Familien mit Kindern doch auch ihm sehr am Herzen. Es wurde rasch zur Gewohnheit, dass der Geistliche sich zu den Kindern auf die Altartreppe gesellte und dort das Gespräch mit ihnen suchte. Während der Wandlung umringten die jungen Gottesdienstbesucher den Altar und beteten dort auch anschließend Hand in Hand mit ihm das Vaterunser. Im Verlauf der Jahre gestalteten zwar auch andere kirchliche Gruppierungen die monatlichen Familiengottesdienste, hauptsächlich blieb deren Organisation aber beim Liturgiekreis. „Uns war wichtig, dass alle in der Kirche ihren Platz haben, vom Kleinkind bis zum Senior und wir das Kirchenjahr für Kinder erfahrbar machen“, sagen die Frauen rückblickend.

Das Basteln der kleinen bis mittelgroßen Handpalmen zum Palmsonntag geht ebenso auf die Initiative des Liturgiekreises zurück, wie der Brauch, den jüngsten Gottesdienstbesuchern die Passionsgeschichte parallel zum Gottesdienst altersgerecht näher zu bringen. Am Karfreitagmorgen inszenierten sie einen eigens gestalteten Kinderkreuzweg und auch die Kinderkrippenfeier an Heilig Abend sowie ein Wortgottesdienst mit Spielszenen nach dem Martinsumzug beruhen auf Anregungen des Liturgiekreises. Zum Erntedank verteilten die Frauen nach dem Gottesdienst Brot, außerdem gestalteten sie Tauffeiern, Hochzeiten und Einschulungsgottesdienste mit. In der Vorbereitung auf die Erstkommunion und Firmung waren die Frauen selbstverständlich ebenso aktiv und führten unter anderem die selbst gestalten Gruppenkerzen ein. In ausgesuchten Fortbildungsveranstaltungen holten sie sich neue Anregungen, unter anderem kam so auch ein Kinderglaubenskurs zustande.

Gleichwohl blieb auch der Liturgiekreis nicht vom Wandel verschont. Die eigenen Kinder wurden groß, es gab gesellschaftliche Veränderungen, was den Besuch der Gottesdienste anbelangt, und im Jahr 2000 verabschiedete sich Pfarrer Fleig in den Ruhestand. Die Vorstellungen der Frauen des Liturgiekreises von Kirche und Gottesdienstgestaltung stimmten mit denen der Nachfolger nicht überein, sodass binnen kurzer Zeit nahezu alle liturgischen Impulse und Aktivitäten zum Erliegen kamen.

Das 20-jährige Bestehen feierten die Frauen mit Pfarrer Eugen Fleig in der Annakapelle in Ebnet. Dorthin lädt der Liturgiekreis seither alljährlich zur Maiandacht ein. Und auch mit der Katholischen Frauengemeinschaft begeht man Andachten zum Erntedank, Advent oder zur Fastenzeit. Mit den KFD-Frauen sowie allen ehemals Aktiven wird am 16. September bei Kaffee und Kuchen der runde Geburtstag gefeiert. Die ganze Gemeinde ist eingeladen, um 18 Uhr in der Katholischen Kirche eine Andacht mit zu feiern.

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