Zur Mitgliederversammlung des Vinzentiusvereins Bonndorf begrüßte Pfarrer Eckart Kopp besonders seinen Amtskollegen Pfarrer Fabian M. Schneider, das Pfarrerehepaar Ina und Mathias Geib von der evangelischen Kirchengemeinde, Bürgermeister Michael Scharf, Pflegedienstleiter Andreas Wiederkehr von der Sozialstation Oberes Wutachtal sowie die Einsatzleiterin der Dorfhelferinnen, Gertrud Steßl aus Waldshut.

Pfarrer Kopp gab bekannt, dass die Mitglieder bei der nächsten Hauptversammlung am 27. Februar 2019 eine Satzungsänderung beschließen werden. Der Name soll von römisch-katholischer Kirchengemeinde St. Peter und Paul in römisch-katholische Kirchengemeinde Bonndorf-Wutach geändert werden. Neben den Regularien stand auch eine lustige Schulstunde auf dem Programm.

Kassierer Meinrad Götz konnte über einen sparsamen Haushalt und ein ansehnliches Plus in der Kasse berichten. Der gute Kassenstand ergab sich, weil die Verrechnungsstelle der Sozialstation bisher keine Finanzmittel angefordert hat. Der Verein zählt aktuell 177 Mitglieder. Götz bedauerte, dass die Zahl der Vereinsangehörigen seit Jahren rückläufig ist. Die Richtigkeit seiner Arbeit bestätigten Bernhard Amann und Bernhard Tröndle. Beide Kassenprüfer wurden von den Mitgliedern auch für das nächste Jahr einstimmig bestellt.

Pflegedienstleiter Wiederkehr berichtete, dass zurzeit täglich 117 Personen versorgt werden. Dafür sind im Monat 3400 Hausbesuche zu leisten. Im vergangenen Jahr wurden 100 Personen bei 2450 Hausbesuchen betreut. Die Steigerung der Arbeit war nahezu mit der gleichen Mitarbeiterzahl zu bewältigen. Der Altersdurchschnitt der Patienten liegt bei 75,6 Jahren, 64 Prozent sind weiblichen Geschlechts. Seit Oktober ist Nadja Benz als neue Einsatzleiterin bei der Sozialstation tätig. Zurzeit sind zehn Krankenschwestern und sieben Helferinnen beschäftigt. Es stehen fünf Dienstfahrzeuge zur Verfügung.

Einsatzleiterin Steßl gab bekannt, dass von fünf Dorfhelferinnen in Teilzeit 52 Familien mit 108 Kindern betreut wurden. Die Arbeitsbelastung in den immer größer werdenden landwirtschaftlichen Betrieben werde für die bäuerlichen Familien zunehmend umfangreicher. Die Einsatzleiterin ist für Spenden dankbar, mit denen oft zwei bis drei Tage in einer Familie überbrückt werden können, wenn sich kein Kostenträger findet. Sie dankte Pfarrer Kopp und der Geschäftsleitung, dass sie immer ein offenes Ohr für ihre Anliegen haben.

Beim Vinzentiuskaffee darf auch ein Unterhaltungsteil nicht fehlen. In diesem Jahr kam Meinrad Götz als Lehrer, der eine amüsante und lehrreiche Schulstunde abhielt. Mit einer umfangreichen mathematischen Berechnung kam er zu dem Schluss, dass es mit 525 Grad im Himmel heißer ist als mit "nur" 444 Grad in der Hölle. Außerdem berichtete er von zwei Versuchen mit Helium gefüllten Luftballons, die er mit seinem Sohn Simeon in die Stratosphäre steigen ließ. Beim zweiten Versuch zeichnete eine Kamera interessante Luftbilder von der Landschaft auf. Sein Fazit lautete: Es ist wichtig, den Planet Erde zu schützen und zu bewahren.