Wegeunterhalt und Wandern – diese beiden Schlagworte verbindet man landläufig mit dem Schwarzwaldverein, die Themenbereiche, mit denen sich die Vereinsmitglieder beschäftigen, sind aber weit vielfältiger.

Dies wurde in der Hauptversammlung der Ortsgruppe Bonndorf des Schwarzwaldvereins deutlich, zu der Vorsitzender Martin Schwenninger rund 50 Mitglieder und Gäste der Ortsgruppe Stühlingen begrüßen konnte.

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  • Tourismus und Naturschutz: Schriftführerin Birgit Eske sprach in ihrem Bericht von einem eher ruhigen Jahr für die Bonndorfer Ortsgruppe. Neben der Teilnahme an den Pfingstwandertagen und dem Ehrenamtstag in Bachheim, erinnerte sie an die Schluchtputzete und an Workshops zu den Themen Zukunftswerkstatt und Wegekonzeption in der Schlucht. Das Anbieten von Touren auf der Höhe, um die Wutachschlucht selbst zu entlasten – wie in der Wegekonzeption vorgesehen –, werde von der Bonndorfer Ortsgruppe aber kritisch gesehen, ergänzte dazu Martin Schwenninger. „Die Wanderer wollen in die Schlucht, Alternativrouten werden nichts bringen“, sagte der Vorsitzende und fügte an, dass es manchmal eben einen Dissens zwischen Tourismus und Naturschutz gebe. Rund 80 000 Wanderer besuchen jährlich die Wutachschlucht.
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  • Kontrollgänge verstärken: Nichtsdestotrotz liegt dem Schwarzwaldverein der Naturschutz am Herzen, wie Naturschutzwartin Marisa Schwenninger betonte. Neben der Beseitigung von Müll absolvieren die SWV-Mitglieder auch Kontrollgänge im Naturschutzgebiet Wutachschlucht. Wanderer werden dabei auch direkt aufgefordert, die Wege nicht zu verlassen. Vorgesehen ist, so Marisa Schwenninger, diese Kontrollgänge auszubauen. Spaziergänge in Regionen mit seltenen Pflanzen, wie beispielsweise der Frauenschuh, wurden 2018 angeboten und auch 2019 will man sich den botanischen Raritäten widmen. Im Auge hat die Naturschutzwartin die Küchenschelle. Marisa Schwenninger würde sich auch über neue, junge Mitstreiter freuen, die neue Ideen miteinbringen.
  • Familienprogramm: Über die Angebote des SWV für Familien berichtete Bastian Weiß. Eine „Bananenjagd“ zur Fuchsberghütte habe allen Beteiligten viel Spaß gemacht, erfolgreich war auch die Beteiligung am Kinderferienprogramm, wo gemeinsam Insektenhotels gebaut wurden. Diese Aktion will man in diesem Jahr wiederholen. In Planung seien ferner eine Wald-Olympiade und eine Wanderung zum Thema Biber. „Das Familienprogramm ist generationenübergreifend“, machte Weiß darauf aufmerksam, dass alle Altersgruppen willkommen sind.
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  • Heimatpflege: Ein weiterer Themenschwerpunkt des Schwarzwaldvereins ist die Heimatpflege. Derzeit beschäftige man sich mit einer Dokumentation der Kapellen, informierte Max Nägele, der über die Josefskapelle, die Bruder Klaus Kapelle und die Badhofkapelle in Boll, die Florianskapelle in Gündelwangen und die Josefskapelle in Wellendingen bereits vielfältige Informationen gesammelt hat. Für die Josefskapelle (Käppele) in Boll, um die sich viele Sagen ranken, hat der SWV auch die Patenschaft übernommen. Noch in diesem Jahr, so Nägele, rechne er mit einer Fertigstellung der Kapellen-Dokumentation. Spannend sind auch Nägeles Nachforschungen über eine Uhrenmühle in Holzschlag. In alten Archiven habe er Hinweise darauf gefunden, dass deren Ursprung mit den einst eingewanderten Holzhauern aus Tirol in Verbindung stehe.

Dem Vorsitzenden Martin Schwenninger war es am Ende noch ein Anliegen, allen Danke zu sagen, die in irgendeiner Form aktiv mithelfen. Ein Dankeschön ging auch an alle Spender.

In diesem Zusammenhang freute sich der Vorsitzende auch darüber, dass doch immer mehr Wanderer einen kleinen Beitrag in die Spendenkässle an der Wutachmühle und an Schurhammerhütte werfen, als Anerkennung für die Instandhaltung der Wege. Über die Ehrungen im Schwarzwaldverein berichten wir noch.