Bei der Herbstabschlussprobe der Feuerwehrabteilung Gündelwangen stiegen aus einem Löschfahrzeug mehrere etwas anders gekleidete Feuerwehrleute aus. Es waren drei Mädchen und drei Jungs aus Gündelwangen, die in der Jugendfeuerwehr Bonndorf ihre ersten Erfahrungen machen.

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Gruppenführer Daniel Spengler hatte die junge Mannschaft im Griff. Sie durften zum ersten Mal bei einer Herbstabschlussprobe einen festen Part übernehmen. Je zwei trugen einen Schlauchkorb vom Mühlenweiher, an dem das eingesetzte Löschfahrzeug positioniert war, zum Übungsobjekt, der Scheune des Bauernhauses Waldvogel, rollten Schläuche aus und bauten an zwei Seiten eine Riegelstellung zum Schutz anderer Anwesen auf. Um den Schlauch unter Wasserdruck zu halten mussten sie zu dritt schon ordentlich dagegenhalten. Sie meisterten ihre Aufgabe gut und verfolgten auch die Arbeit ihrer großen Kameraden.

Auch Stadtrat muss gerettet werden

Zum Übungsbrandobjekt, der Scheune des Bauernhauses Waldvogel, eilte nach der Sirenenalarmierung das Löschfahrzeug (LF) Logistik der Abteilung Gündelwangen zum ersten Angriff. Gruppenführer Christian Stoll hatte mit dem Nebelgerät für ein Szenario gesorgt, Rauch drang aus den Ritzen der Bretterwände. Zwei Angriffstrupps unter PA (Pressluftatmern) drangen in die Scheune und fanden die zwei vermissten Personen, einen Dummy und Stadtrat Jürgen Faller aus Holzschlag, der sich so davon überzeugen konnte, dass eine gute Ausrüstung für die Feuerwehr lebensrettend dringend erforderlich ist. Denn selbst ohne ein echtes Feuer dehnten sich die Minuten in der dunklen vernebelten Scheune.

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Für die Wasserversorgung vom gegenüberliegenden Überflurhydranten sorgte Maschinist Daniel Werner. Zeitversetzt wurde das LF 16 der Feuerwehr Bonndorf alarmiert und rückte ein paar Minuten später zum Mühlenweiher an, von dem mit Maschinist Martin Selz eine Wasserleitung zum Brandobjekt aufgebaut wurde. Hierbei kam auch der Schlauchanhänger am Unimog von Ottmar Hofmeier zum Einsatz.

Im Ersntfall müssen auch die Bonndorfer kommen

Im Ernstfall würden weitere Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Bonndorf alarmiert werden, da so ein altes Gebäude aus Holz eine enorme Brandlast hat. Nach dem Kommando „Wasser halt“ ging es ans Aufrollen der Schläuche, wobei die Kinder tatkräftig mithalfen. Dann hieß es abrücken zum Gerätehaus der Feuerwehr Gündelwangen, wo diesmal aufgrund der „Wirtschaftskrise“ in Gündelwangen das kameradschaftliche Zusammensein mit der Manöverkritik stattfand. Auch auf die musikalische Unterhaltung durch die Trachtenkapelle Gündelwangen mit Dirigent Andreas Dörnte musste nicht verzichtet werden.

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Doch zuvor stand die Manöverkritik durch Abteilungskommandanten Andreas Stoll an, der sich über eine schöne Probe freute. „Trotz einiger Ausfälle hatte man eine gute Mannschaftsgröße, mit der man die Probe nach Plan durchführen konnte. Vor allem war für mich eine Routine erkennbar, es herrschte keine Hektik, was belegt, dass die steten Proben doch etwas bringt.“ Der Wasserdruck aus dem B-Rohr vom Mühlenweiher war für die Fachmänner auch zufriedenstellend.

Gesamtkommandant Hansjörg Ketterer bestätigte die gute Probenarbeit. Nach wie vor ist er begeistert von dem Feuerwehrauto der Abteilung Gündelwangen. Deshalb heißt es zu jedem Brandeinsatz ausrücken, denn ohne das Auto wären die ganzen Einsätze der Feuerwehr Bonndorf nicht denkbar.