Bei den Leistungswettkämpfe der Feuerwehren des Landkreis Waldshut in Bad Säckingen-Wallbach hat sich die Bonndorfer Feuerwehr ein hohes Ziel gesteckt: Das Erreichen des Leistungsabzeichens in Gold. Die Prüfung bei brütender Hitze haben die Kameraden mit Bravour bestanden. „Das war für alle Teilnehmer eine enorme Belastung, in den Schutzanzügen bei über 30 Grad im Schatten lief man schon am Limit“, sagte der Bonndorfer Gruppenführer Philipp Baumgartner. Umso höher seien die Leistungen der „Gold-Jungs und -Mädels“ einzustufen, zeigte sich Baumgartner stolz auf seine Truppe, die sich intensiv auf den Wettkampf vorbereitet hatte.

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Drei Monate lang wurde zweimal die Woche zwei bis zweieinhalb Stunden geprobt. Eine sehr zeitintensive Vorbereitung, die hohe Motivation und einen gesunden Ehrgeiz voraussetze, lobte der Gruppenführer die Einstellung der jungen Feuerwehrkameraden. Neben Philipp Baumgartner waren Daniel Spengler (Maschinist) sowie Andreas Ruf, Marcus Ruf, Manuel Ganter, Kai Wagner und Theresa Maaß (alle Bonndorf) zum Leistungsabzeichen in Gold angetreten. Mit in der Gruppe waren drei Kameraden aus Bettmaringen: Joachim Kech, Thomas Kech und Jonas Götz.

Für das goldene Leistungsabzeichen musste die Feuerwehr Bonndorf die Atemschutzausrüstung anlegen.
Für das goldene Leistungsabzeichen musste die Feuerwehr Bonndorf die Atemschutzausrüstung anlegen. | Bild: Christiane Pfeifer

Die Aufgaben, die für das goldene Abzeichen gemeistert werden müssen, haben es in sich – und Voraussetzung dafür, nach Gold greifen zu dürfen, ist, das bronzene und silberne Abzeichen vorweisen zu können. Die Leistungsfähigkeit der Gruppe wurde in drei Bereichen unter den Argusaugen einer strengen Jury geprüft: Brandbekämpfung mit Personenrettung, technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person, und eine schriftliche Theorieprüfung mit zahlreichen Fragen, von denen 75 Prozent richtig beantwortet werden müssen.

Auch die Zeit spielt eine wichtige Rolle

Bei den praktischen Prüfungen spielt neben einer exakt nach Vorschrift ausgeführten Arbeit auch noch die Zeit eine wichtige Rolle. „Und diese Zeitvorgabe ist recht sportlich“, erläutert Philipp Baumgartner. So hat der Angriffstrupp beispielsweise nur zwei Minuten Zeit, um die komplette Atemschutzausrüstung anzulegen, in einer Gesamtzeit von acht Minuten, muss eine Person über die Steckleiter gerettet, parallel dazu der Löschangriff absolviert sein. Ebenfalls nur acht Minuten stehen für die technische Hilfeleistung mit Personenrettung, Verkehrsabsicherung, Ausleuchtung und Knotenkunde zur Verfügung.

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Bei der brütenden Hitze war der Leistungswettkampf eine echte Tortur. Dank des intensiven Trainings und dem Kampfgeist der Bonndorfer Truppe hieß es am Ende aber: Geschafft! Mit Gold in der Tasche und dem Wissen, top ausgebildet zu sein, konnte die Heimreise angetreten werden. „Und vielleicht“, so Philipp Baumgartner, „treten wir im nächsten Jahr noch einmal an“. Doppelgold, das wäre dann die Krönung.