Bonndorf zeigt sich gut aufgestellt für die digitale Zukunft. Bürgermeister Marlon Jost hatte Vertreter der am Gesamtprojekt Kommunales Breitbandnetz beteiligten Institutionen nach Dillendorf eingeladen. Dort waren die letzten Tiefbauarbeiten beendet worden. Unter den Gratulanten befand sich auch die Parlamentarische Staatssekretärin im Umweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD).

Marlon Jost unterstrich die Bedeutung der Glasfasertechnologie und des kommunalen Breitbandes für Unternehmer, für den Bildungssektor und Privathaushalte – zusammengefasst für die Daseinsfürsorge und die Zukunft Bonndorfs. Das Gesamtprojekt genieße eine große Akzeptanz in der Bevölkerung, dies zeige die hohe Netzanschlussquote. In Dillendorf seien nach vierjähriger Tiefbauphase die Arbeiten am Gesamtnetz abgeschlossen. Die professionelle Arbeitsweise aller Beteiligten habe hierzu beigetragen.

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Rita Schwarzelühr-Sutter hob Bonndorf als Vorzeigekommune bei der Umsetzung des Glasfasernetzbaus hervor. Bundes- und Landespolitik trugen finanziell zum Ausbau der Internetinfrastruktur bei, Kommunen erhielten die Chance, noch nachhaltiger zu werden. Nun seien Einrichtungen wie beispielsweise Rechenzentren am Zug, durch eine effiziente Energienutzung zur Nachhaltigkeit beizutragen.

Niki Gehlen, Vertreter des Netzversorgers Stiegeler, gab 1094 Netzfreigaben für Bonndorfer Haushalte bekannt, davon seien bereits 600 freigeschaltet und weitere 100 im Vorlauf (derzeit noch an andere Anbieter gebunden). Matthias Ketterer, Leiter des Breitbandamts der Stadt Bonndorf, hob den Sachverstand der an dem Projekt Beteiligten hervor. Der vormalige Gemeinderat habe die Umsetzung des 15-Millionen-Euro-Projekts in seine Hände gelegt. Werner Steiert und Nicole Messerschmidt vom Bauamt sowie Lena Hozik vom Breitbandamt hätten mit Vorplanung, Ausschreibungen und Abrechnungen von Anfang an Hervorragendes geleistet. Rudi Temesberger und Petra Kaiser seien für die Akquise unverzichtbar. Bürgermeister Marlon Jost stehe wie bereits dessen Vorgänger Michael Scharf zum Bonndorfer Breitbandnetz.

Die anvisierte Marke von 1000 freigeschalteten Haushalten werde bis zum Jahresende zwar nicht erreicht, bedauerte Matthias Ketterer. Mit dem bereits Erzielten sei man allerdings dennoch recht nahe an diese Linie herangerückt, sagte er.