Zum Beachvolleyball am „Bonndorfer Strand“ beim Waldstadion hatte die Volleyballabteilung des TuS Bonndorf eingeladen. Von 10 Uhr bis nach Sonnenuntergang kämpften 50 Spieler in 20 Mannschaften barfuß auf weichem Sand – spektakuläre Sprünge und sanfte Bauchlandungen inklusive, boten sie bei diesem Familientreffen der Volleyballer mit Teilnehmern aus Lenzkirch, Schluchsee, Bräunlingen, Hüfingen bis Wehr und Stuttgart sportliche Unterhaltung.

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Auch Otto Baier, der unermüdliche Platzwart im Waldstadion, der sonst bei keinem Heimspiel der Fußballer des TuS Bonndorf fehlt und alle Höhen und Tiefen mit ihnen aussteht, hat sich eingefunden am Sandplatz zum Beachvolleyball-Turnier. Als Zuschauer wohlgemerkt. Man merkte ihm an, er war beeindruckt von dem, was er sah. Die Coolness und die schnellen Attacken der geschmeidigen Spieler gingen auch an ihm nicht spurlos vorbei, ein Strahlen und viel Anerkennung war deutlich auf seinem Gesicht zu sehen, wenn fast verlorene Angriffe plötzlich mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit durch einen verwegenen Sprung in den Sand oder einem blitzschnellen Kick mit dem vorgezogenen Fuß doch noch zu einem glücklichen Ende des Ballwechsels führten.

Spannende Spielzüge gab es beim Beachvolleyball-Turnier des TuS.
Spannende Spielzüge gab es beim Beachvolleyball-Turnier des TuS. | Bild: Wolfgang Scheu

Er bekam wahrscheinlich auch eine Ahnung vom wesentlichen Unterschied zwischen dem Spiel der Fußballer und dem der Volleyballer. Herrscht bei den Fußballern oft ein kämpferischer Ehrgeiz, ist bei der Volleyball-Familie wesentlich mehr Freude und Coolness zu sehen. So feiern sie auf dem Sandplatz auch eine gemeinsame Party bis zum Schluss, ohne die Freude am gemeinsamen Spiel missen zu lassen. Da darf der Vorstand auch eine lustige Tiermütze tragen. Die Techno-Klänge der Musikanlage hüllten alles in einen passenden Klangteppich, während die Spieler um die Punkte auf dem Platz kämpfen.

Schade eigentlich, dass fast kein Außenstehender registriert hat, dass die Bonndorfer Volleyballer die vergangene Saison als Tabellenerster beendet haben. Auf einen Aufstieg haben sie wie andere auch verzichtet und spielen ab Oktober wieder um Punkte in der Bezirksliga – mit ihrem eigenen Elan, gepaart mit Fitness, Schnelligkeit und einem ungeheuren Reaktionsvermögen.

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Am Samstag waren die Mannschaftsplätze „Sold Out“ – also ausgebucht. Nachmeldungen waren nicht mehr möglich, weder beim Turnier „2 gegen 2“, das um 10 Uhr startete, noch beim Modus „3 gegen 3“ ab 15 Uhr. Flutlicht gibt es nicht am Volleyballnetz und die Temperaturen ließen es gar nicht zu, das Barfußspiel bis in die Nachtstunden auszudehnen, so wie es die Kappler in diesem Jahr wieder getan hatten. Aber die spielten schließlich bei hochsommerlichen Temperaturen schon vier Wochen früher.

Alex Scheinmaier, Leiter der Volleyballabteilung des TuS Bonndorf, war auch Turnierleiter. Er freute sich über die Leistungen und dankte den Besten mit Urkunden und „Brettle“ von Schreiner Simeon Maier, der auch Trainer der Volleyballer in Bonndorf ist. Er lud schon jetzt alle zum Nikolausturnier am Samstag, 7. Dezember, ein. Dann mit festem Schuhwerk auf dem Boden der Bonndorfer Stadthalle, aber mit demselben Spaß.

Die Sieger: Zehn Mannschaften standen sich am Vormittag gegenüber, die Sieger hießen „FC Lottery“ mit Spielern aus Stuttgart und Wehr vor den zwei Teams des TuS Bonndorf „Ich Depp kann‘s nit lese“ und „Freibier“. Das Ergebnis des Turniers „3 gegen3“: Die Gäste aus Hüfingen mit dem Namen „Old Schmetterhand“ besiegten die Mannschaft „Letzter Versuch“ aus Schluchsee, Dritter wurde auch hier „Freibier“ des TuS Bonndorf.