Zur Hanseleversammlung hatten Matthias Goldberg und Frank Wetz, Hanselevertreter im Narrenrat der Pflumeschluckerzunft Bonndorf, eingeladen. Narrenvater Clemens Podeswa vermutete, dass das Interesse an der Versammlung wegen des vorausgegangenen Helferfestes nicht so groß war. Er blickte auf die einzelnen Fasnachtstage zurück und zog eine positive Bilanz. Groß war seine Freude, dass die Pflumeschlucker und Narrenräte zur Schulbefreiung am Schmutzigen Donnerstag im Bildungszentrum willkommen waren.

Der Narrenvater gab bekannt, dass sich am Narrensprung mit Machtübernahme am Nachmittag 205 erwachsene und 184 kleine Pflumeschlucker beteiligtet hatten. Er dankte Roland Rendler und Felix Spieß für den Getränkestand in der Bahnhofstraße. Der Hemdglunkerumzug am Abend litt unter starkem Wind. Vermutlich wurden deshalb weniger Lampions gezählt. Die Stimmung in den Lokalen beim anschließenden Hemdglunkerball war ausgesprochen gut. Am Fasnetfreitag erfreuten viele Musiker und Pflumeschlucker die kleinen Narren in den Kindergärten sowie die Bewohner des Seniorenheims St. Laurentius mit ihrem Besuch.

Begeistert war der Narrenvater von Pfarrer Michael Hipp und seiner Predigt während des Gottesdienstes am Fasnetsonntag. Die Narrenzunft freute sich über zahlreiche farbenfrohe Gruppen beim Kinder- und Familienumzug am Nachmittag. Abends zogen fantasievoll kostümierte Cliquen durch die Lokale. Viele Zuschauer kamen bei wunderschönem Wetter am Montag zum Bühnenspiel vor dem Rathaus und zum anschließenden großen Umzug durch die Bonndorfer Hauptstraße.

Der Dank des Narrenvaters galt den Schloss-Schalmeien und den Mitgliedern des Schlossfestkomitees für die anschließende Bewirtung in der Stadthalle. 83 Personen nutzten in der Nacht den Komm-Gut-Heim-Bus. Die Narrenräte wollen mit der Zeit gehen und sich für die Zukunft spezielle Angebote für die Jugend überlegen. Ein Thema war auch die Umzugsordnung und die Aufstellung am Montag nach dem Bühnenspiel.

30 Kinder kamen zum Auswerfen der vier Pflumeschlucker am Dienstag. Das Strählen des Narrenrats als Schulklasse mit vielen lustigen Geschichten und das Verbrennen der Fasnacht um 24 Uhr klappte bestens. Die Gruppe um Narrenrat Lothar Ketterer sorgte mit einem großen Fasnetfeuer auf dem Lindenbuck für den endgültigen Abschluss der Fasnacht. Säckelmeister Markus Pfendler berichtete, dass 1904 Plaketten und 984 Narrenspiegel verkauft wurden.

Vize-Narrenvater Alexander Matt gab bekannt, dass die Narrenzunft im kommenden Jahr die Teilnahme beim Narrentreffen der Galgenvögel am 20./21. Januar in Grafenhausen und am 27./28. Januar bei der Butzenzunft in Kiebingen bei Tübingen plant. Sein Wunsch war, dass in Zukunft mehr Pflumeschlucker zur Fasnacht für Menschen mit Behinderung in den Caritaswerkstätten in Titisee-Neustadt mitfahren. Alt-Narrenrat Erhard Morath bat, sich Gedanken über den Beitritt neuer Mitglieder zu machen. Hanselevertreter Goldberg nannte als nächste Termine am 13. Mai den Narrensamenausflug, am 14. Mai die Familienwanderung, am 29./30. Juli die Schlossfestteilnahme und am 23. September die Pflumeschluckerbörse.