Der Winter rückt näher und damit auch die Skisportsaison. Rechtzeitig müssen die Skilifte der Gemeinde betriebsbereit und auch der Winterdienst vorbereitet sein. Längst haben Mitarbeiter des Gemeindebauhofes dafür Revisionsarbeiten erledigt. Viele Aufgaben haben Bauhofleiter Axel Schmidt und seine zehn Mitarbeiter zu erledigen – vieles geschieht nicht im Licht der Öffentlichkeit.

Der Arbeitsplan des Bauhofes ist lang und bunt: Mit unterschiedlichen Farben sind die Aufgaben markiert, die zum Beispiel permanent, einmalig, besonders schnell, zu vorgegebenen Zeiten oder bei freien Kapazitäten zu erledigen sind. Arbeiten, die an Unternehmen vergeben wurden, werden vom Bauhof begleitet und überwacht, erläutert Axel Schmidt.

Eine sehr großes Gebiet hat Bauhofleiter Axel Schmidt mit seinen Mitarbeitern zu betreuen.
Eine sehr großes Gebiet hat Bauhofleiter Axel Schmidt mit seinen Mitarbeitern zu betreuen. | Bild: Sebastian Barthmes

Ende September denken die Gemeindemitarbeiter bereits an den Winter. Dann steht die Revision der Skilifte auf dem Arbeitsplan. Kommt der Schnee dann tatsächlich, stehen seine Kollegen an den Liften und sie kümmern sich auch um gut präparierte Pisten, so Schmidt. Der Bauhof habe ein weitgefächertes Aufgabengebiet, sagt Bürgermeister Alexander Schönemann. Jeder Mitarbeiter verfüge über eine handwerkliche Ausbildung. Arbeiten mit Holz, Metall, im Tiefbau und sogar an Fahrzeugen könnten vom Bauhof in gewissem Umfang selber erledigt werden.

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Gerade in einer Flächengemeinde, sie der Betrieb wichtig, um die Infrastruktur in Schuss zu halten, sagt Schönemann. Allein schon der Unterhalt der Wander- und Waldwege sei schon eine gewaltige Aufgabe – und für Einheimische und Urlauber sehr wichtig.

Natürlich kümmern sich die Gemeindearbeiter um die Pflege der Grünflächen und des Friedhofes, sie erledigen den Winterdienst in Teilen der Gemeinde und auch die Gewässerpflege gehört zu ihren Aufgaben. Die Mitarbeiter erfüllten viele Funktionen – vom Hausmeister bis zum Straßenwärter.

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Sind die Mitarbeiter des Bauhofes irgendwo unterwegs, kann man sie oft bei der Arbeit beobachten, häufig aber auch nicht. Zudem würden die Einwohner der Gemeinde manchmal die Prioritäten anders als die Verantwortlichen in der Gemeindeverwaltung bewerten, sagt Axel Schmidt. Dem stimmt Bürgermeister Schönemann zu und ergänzt: „Es ist aber auch viel Dankbarkeit für das da, was der Bauhof macht.“

Die Jahreszeit gibt manche Aufgaben vor: Rückt der Winter näher, organisiert der Bauhof zum Beispiel die Beschneiung und den Skiliftbetrieb insgesamt. Auch die Parkplätze für die Wintersportler werden organisiert. Ist der Winter vorbei, werden die Skilifte zurückgebaut, die Schneezieler werden eingesammelt und Räumschäden beseitigt. Im Frühjahr geht es dann unter anderem an den Waldwegebau. Circa 15 Kilometer Wege werden jährlich ausgebessert und repariert, sagt Schmidt. Insgesamt führen 100 bis 150 Kilometer Wald- und Wanderwege über die Bernauer Gemarkung.

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Das Wetter gibt ebenfalls Arbeiten vor: Nach jedem starken Regen kontrollieren Schmidt und seine Mitarbeiter die Wasserabläufe an den Straßen, die ohnehin zweimal jährlich gereinigt werden. Und zweimal pro Woche werden die Mülleimer der Gemeinde geleert. Darüber hinaus werden zum Beispiel Brückengeländer repariert, die mehr als 300 Ruhebänke in Schuss gehalten oder ausgetauscht, kleinere Schreinerarbeiten für Kindergarten und Schule erledigt und auch Straßenschäden bis zu einer Größe von drei Quadratmetern ausgebessert.

Der Bauhof ist eine sehr wichtige Einrichtung der Kommune, betont der Bürgermeister. Vorausschauend müsse deshalb auch die Planung sein, um die Einsatzbereitschaft aufrecht zu erhalten. Deshalb sei zum Beispiel Edin Muslic außerplanmäßig bereits zu Jahresbeginn angestellt worden. Muslic ist derzeit je zur Hälfte im Bauhof und in der Kläranlage tätig, damit der Übergang reibungslos verläuft, wenn Klärwärter Winfried Thoma 2021 in den Ruhestand geht. Der Klärwärter und der Wassermeister gehören nicht zum Team des Bauhofes. Außer Muslic haben im Sommer noch zwei weitere Mitarbeiter ihre Stelle im Gemeindebauhof angetreten, Christoph Baur, der auch für den Friedhof zuständig ist, wurde stellvertretender Bauhofleiter.

„Es sind extrem viele Aufgaben, die der Bauhof hat“, unterstreicht Schönemann. Ohne die Mitarbeiter sei Vieles in der Gemeinde nicht wie gewohnt möglich.

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