Mit Michael Baur gibt es beim FC Bernau jetzt einen „Fußballhelden“. Durch diese Auszeichnung wurde innerhalb der Aktion „Junges Ehrenamt“ des Deutschen Fußballbundes (DFB) ein Vereinsmitglied geehrt, das sich in besonderer Weise um seinen Verein verdient gemacht hat und immer noch macht.

Baur spielt seit dem E-Junioren-Alter Fußball beim FC Bernau. Zunächst habe er sich, so erzählt er, mit Kumpels auf den Bolzplätzen im Ort zum Kicken getroffen, von denen es heute immer weniger gibt. Seitdem habe er alle Jugendklassen durchgespielt. Nur musste er ein Jahr pausieren, weil es damals im Verein keine A-Junioren-Mannschaft gab.

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Seit er zu den Aktiven aufgerückt ist, gehört der 31-Jährige zur 1. Mannschaft. Mit seinem überragenden Kopfballspiel stabilisiere er die Abwehr und leite mit passgenauem Spiel immer wieder gefährliche Angriffe ein, heißt es aus dem Verein. Mit mittlerweile 235 Punktspielen in der 1. Mannschaft und 15 Toren gehört Michi, wie ihn seine Kameraden nennen, mit seiner Routine zu den Stützen seiner Mannschaft.

Daneben bringt sich Michael Baur seit zehn Jahren auch als stellvertretender Vorsitzender in die Vorstandsarbeit des Vereines und seit fünf Jahren als Trainer in der Jugendabteilung ein. Aktuell betreut er zusammen mit Jonas Stölzle die E-Junioren-Mannschaft, zu der auch Sohn Bastian gehört. Seine Truppe ist personell etwas schwach besetzt, weshalb er sich nach der Winterpause noch Zuwachs wünscht.

Gut klappe die Zusammenarbeit mit den Eltern, die sich zu Fahrdiensten und zu Diensten im Vereinsheim zur Verfügung stellen. Überhaupt funktioniere die Jugendarbeit im Fußballclub unter der Leitung von Benjamin Hagen bestens. Problematisch sei von Jahr zu Jahr allerdings die Versorgung mit Betreuern.

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Froh ist der zweifache Familienvater über die Unterstützung seiner Lebensgefährtin Sarah. Immerhin ist er jede Woche sechs Mal für den Fußball unterwegs, hat er doch jeweils zwei Mal Training mit seiner Jugendmannschaft und den Aktiven. Dazu kommen während der Saison zwei Punktspiele am Wochenende. Michael Baur arbeitet seit 2007 im Bernauer Unternehmen Holzbau Kaiser, wo er zum Zimmerer ausgebildet wurde. Seit seiner Meisterprüfung vor zwei Jahren ist er zum Leiter der Produktion aufgestiegen und arbeitet jetzt statt im Handwerk hauptsächlich im Büro am Computer.

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Durch die Pandemie gebe es keine Einschränkungen. Mit dem Fußball lässt sich seine Tätigkeit gut verbinden. Der Sport sorge für einen passenden Ausgleich zur Arbeit und mache nach wie vor viel Spaß. Auf seine Zukunft im FC Bernau angesprochen, betont der Geehrte, dass er sich weiterhin im gleichen Maße für seinen Verein einsetzen will. Darüber freut sich auch der Vorsitzende Mario Maier, auf dessen Initiative die besondere Ehrung zurückzuführen ist. Maier setzt auf die Vorbildfunktion des Geehrten, der sich jetzt auf die mit der Ehrung verbundene fünftägige Reise mit dem DFB nach Spanien freut.