Dass die Anschaffung eines automatischen Rückspulfilters für die Beschneiungsanlagen der Gemeinde Bernau eine so kontroverse Diskussion auslösen würde, wie man sie in der jüngsten Gemeinderatsitzung erlebte, war eigentlich nicht zu erwarten. War doch der Rückspulfilter mit rund 75.000 Euro im Haushalt dieses Jahres ausgewiesen. Außerdem hatte Bauhofleiter Axel Schmidt in der Sitzung verkündet, dass die Anschaffung sogar noch weit günstiger werden würde und der passende Filter für rund 44.000 Euro zu haben sei.

Doch auch diese Summe löste im Gremium Widerstand aus. Nachdem alle alternativen technischen Lösungen, die in der Runde fachmännisch diskutiert wurden, dann doch nicht so recht überzeugten, setzten sich bei der Abstimmung die Befürworter des automatischen Filters durch – mit sechs Stimmen zu fünf Enthaltungen. Ab Mitte Dezember könne der Filter in Betrieb gehen, so Bauhofleiter Axel Schmidt.

Wie Schmidt erklärt hatte, wird der automatische Rückspulfilter den Bauhofmitarbeitern eine Menge Arbeitszeit bei der Schnee­erzeugung ersparen, die dann anderweitig eingesetzt werden kann. Ein weiterer Vorteil: Da, anders als bei dem jetzigen Filter, die Schneeerzeugung mit dem automatischen Filter nicht unterbrochen werden muss, werde in der gleichen Laufzeit mehr Schnee produziert. Gemeinderätin Liane Schmidt wollte wissen, ob mit dem leistungsstärkeren Filter die Erweiterung der Beschneiung geplant sei. Bürgermeister Alexander Schönemann verneinte das: „Erweiterung ist nicht das Thema und ist mit der Anlage auch gar nicht möglich.“