Heute wird ein spannender Tag für die Gemeinde Bernau: Bei der Feuerwehr steht eine TÜV-Prüfung an. Die Techniker werden dabei auch den mehr als drei Jahrzehnte alten Unimog unter die Lupe nehmen. Das Fahrgestell sei ja noch in Ordnung, hieß es in der öffentlichen Ratssitzung, der Aufbau sei allerdings kaputt. Mit der Ersatzbeschaffung befasste sich das Gremium an dem Abend.

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Auch die Gemeinde Bernau weiß nicht, was auf sie zukommt, wie die finanzielle Situation im kommenden Jahr aussieht. Sollte man gerade in so einer schwierigen Zeit ein zwar notwendiges aber doch teures neues Feuerwehrfahrzeug kaufen? Für Hansjörg Klesse ist die Sache klar: Es bestehe die Gefahr, dass die Spezialisten der Prüforganisation zu viele Mängel am Aufbau des alten Feuerwehrunimogs feststellen und ihn stilllegen. Zuvor hatten mehrere Ratsmitglieder angesichts der Finanzsituation überlegt, ob die Ausschreibung – über die war an dem Abend zu beschließen – nicht noch warten könne.

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Der Feuerwehrbedarfsplan sieht die Ersatzbeschaffung schon länger vor, zudem habe der Landkreis einen Zuschuss in Höhe von 25.500 Euro für den Kauf bewilligt, sagte Bürgermeister Alexander Schönemann. Die Zusage mache die Anschaffung „ein stückweit möglich“, fügte er an. Zudem könne die Gemeinde jetzt von einer Erleichterung aufgrund der Coronaviruskrise profitieren: Bei Lieferungen und Dienstleistungen im Wert von bis zu 240.000 Euro sei derzeit keine öffentliche Ausschreibung nötig. Es reiche eine beschränkte Ausschreibung ohne Teilnehmerwettbewerb, erläuterte er. Man müsse also nur jeweils drei Anbieter für das Fahrgestell und den Aufbau um Angebote bitten.

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Mit Blick auf die Sorgen einiger Ratsmitglieder, sagte Schönemann, der Gemeindehaushalt werde in diesem Jahr auf keinen Fall mehr belastet. Nach der Ausschreibung könnte ein Auftrag möglichst früh im Jahr 2021 erteilt werden. Bis zu sieben Woche dauere es, bis das Fahrgestell zum Aufbauhersteller komme, der ebenfalls mehrere Wochen benötige. Schließlich beschloss das Gremium einstimmig die Ausschreibung für ein neues Feuerwehrfahrzeug. Kaufen will die Gemeinde ein Allrad-Gerätewagen-Transport sowie mehrere Rollcontainer. Für einen dieser Container müsse auch der Inhalt neu gekauft werden, das Material für die anderen Container sei bereits vorhanden. Mit dem neuen Fahrzeug werde man beispielsweise auch 1000 Meter Schlauch und einen selbstaufrichtenden Bottich mit 5000 Liter Fassungsvermögen erhalten.