Man kann es braten, grillen und schmoren, kochen oder räuchern. Rindfleisch ist vielseitig verwendbar, doch in der heimischen Gastronomie war das Bio-Fleisch der Erzeugergemeinschaft aus der Region bislang nur vereinzelt auf der Speisekarte zu finden. Das soll sich nun ändern.

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Die Naturparkwirte werden Teil der seit 25 Jahren bestehenden Kooperation zwischen der Handelskette Edeka und der Erzeugergemeinschaft. Sie können ihren Gästen künftig ganzjährig das Fleisch anbieten. Bislang wurde das „Schwarzwald Bio Weiderind“, wie es offiziell heißt, nur über die Edeka-Märkte vertrieben.

Einhellig begrüßt wurde das Projekt Biorindfleisch für die Naturparkwirte von (von links) Roland Schöttle (Naturpark), Johannes Dünnebacke (Hotel „Schlehdorn“), Herbert Eichkorn und Rüdiger Heppelmann (beide Edeka) Peter Gutzweiler (Hotel „Schwarzwaldhof“), Markus Kaiser (Erzeugergemeinschaft), Volker Hupfer (“Waldfrieden“ Naturparkhotel), Klaus-Günther Wiesler (“Seehotel Wiesler“), Daniel Goos (Restaurant „Kurhaus“ Bernau) und Hansjörg Mair (Geschäftsführer Schwarzwald Tourismus).
Einhellig begrüßt wurde das Projekt Biorindfleisch für die Naturparkwirte von (von links) Roland Schöttle (Naturpark), Johannes Dünnebacke (Hotel „Schlehdorn“), Herbert Eichkorn und Rüdiger Heppelmann (beide Edeka) Peter Gutzweiler (Hotel „Schwarzwaldhof“), Markus Kaiser (Erzeugergemeinschaft), Volker Hupfer (“Waldfrieden“ Naturparkhotel), Klaus-Günther Wiesler (“Seehotel Wiesler“), Daniel Goos (Restaurant „Kurhaus“ Bernau) und Hansjörg Mair (Geschäftsführer Schwarzwald Tourismus). | Bild: Hans-Jochen Köpper

Gastgeber im Haus der Natur auf dem Feldberg war Roland Schöttle. Der Geschäftsführer des Naturparks Südschwarzwald sieht die Organisation als Plattform und begrüßte den Einstieg der Naturparkwirte in das Thema.

Vorteile für die Gastronomie

Klaus-Günther Wiesler vom „Seehotel“ in Titisee als Vorsitzender der Naturparkwirte fasste dies so zusammen: Regional nachhaltig erzeugte, qualitativ hochwertige und tierwohlgerechte Produkte wie das Schwarzwald Bio Weiderindfleisch „konnten wir nur in Einzelfällen anbieten. Das dies bald ganzjährig möglich sein wird, passt zu unserer Philosophie“. Dass man die bestehenden Strukturen bei Edeka nutzen könne, sei ein weiteres Plus.

Die Umstellung

Doch bis es so weit ist, wird es noch ungefähr zwei Jahre dauern, ergänzte Landwirt Markus Kaiser vom Goldbachhof in Bernau. Der Vorsitzende der 180 Betriebe umfassenden Erzeugergemeinschaft sagte, dass die Umstellung im Aufzuchtrhythmus auf das ganzjährige Anbieten des Fleischs Zeit brauche.

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Der Gast bekomme dann ein regionales Produkt, dass alle artgerechten Anforderungen von der Aufzucht bis hin zur Schlachtung erfülle: Muttertierhaltung, Weidegang von Mai bis Oktober, Winterstall mit Auslauf und als Futter gibt es neben Gras und Kräutern nur geringe Mengen biozertifizierter Ergänzungen wie Getreide oder Mais. Kurze Transportwege zur Schlachtung in Waldshut oder Freiburg erfolgten durch die Landwirte selbst und letztlich die Vermarkung durch Edeka Südwest. Faire Abnahmepreise sowie eine langjährige Preisgarantie seien wesentliche Faktoren der Zusammenarbeit.

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Die Erzeugergemeinschaft liefert Edeka etwa 1800 Bio-Rinder im Jahr. Der Anteil der rund 50 Naturparkwirte könnte bei 200 bis 300 Tieren pro Jahr liegen. Als „weitere Perle in der touristischen Perlenkette der Region“ sieht der Geschäftsführer der Schwarzwald Tourismus Gesellschaft, Hansjörg Mair, das Vorhaben. Der Gast habe einen Qualitätsanspruch, der werde mit dem Bio-Fleisch erfüllt, das allen sozialen und ökologisch-ökonomischen Anforderungen gerecht werde und in den nachhaltigen Tourismus passe. Daraus folge, dass das Produkt nicht „preiswert“ sein könne, aber seinen „Preis wert“ sei.