Handwerkskunst aus der Ukraine ist eine Besonderheit des Gartentags gewesen, der zwischen Heimatmuseum Resenhof und Forum „Erlebnis-Holz“ stattgefunden hat. Der Verein Erlebnisraum Mensch Natur hat am selben Tag seinen vierten Naturerlebnistag veranstaltet.

Aus Kossiv in den Karpaten stammt die Handwerkskunst, die beim Gartentag zu sehen war. Wie schon die bemalten Ostereier, kamen die Kunstwerke mit einem Flüchtlingstransport bis nach Frankfurt, wo sie Katrin Gerz in Empfang nahm und ins Thoma-Tal brachte. Sie hält seit 2017 die Verbindung zwischen den Karpaten und dem Schwarzwald. Angeboten wurden geschnitzte Holzteller und verzierte Holzschatullen neben bemalten Keramiktellern. Kunstwerke im Wert von 200 Euro haben ihre Liebhaber, sagte Museumsleiterin Margret Köpfer erfreut. Einige Exemplare sind zudem in Bernau zum Verkauf im Museum geblieben.

Die vielen Besucher des Gartentags bewunderten nicht nur den Ukraine-Stand, Interesse fanden auch die Dekoartikel sowie die Blumen und Pflanzen. Gartenbetreuer Jacques Janot freute sich über das Interesse der Besucher bei seinen zwei Führungen durch den Kräutergarten. Die Gartenliebhaber genossen auch die Auswahl in der Kaffee-Stube im Forum. Dort gab es vom Frauenverein gebackene Kuchen.

Auf große Resonanz stieß der vierte Naturerlebnistag, der von Markus Eckmann organisiert und geleitet wurde. Die Besucher erlebten einen sehr abwechslungsreichen Tag am Steinernen Kreuz, nahe dem Zauberwald, an dem mehrere Akteure zum Kennenlernen der Naturerlebnisse im Einsatz waren. Es gab einen Stand für intuitives Bogenschießen. Regen Zuspruch hatte auch das Angebot „Yoga in der Natur“. Bis die Teilnehmer am Übungsort waren, blieben sie auf dem Weg mehrmals stehen und gingen bewusst langsam weiter. So sollten sie die Natur bewusster wahrnehmen, erläuterte Eckmann.

Ein Biologe und Kräuterkundiger begeisterte bei seinem Kräutergang entlang der Wiesen- und Waldränder. Bei einer Naturcoaching-Wanderung konnten die Teilnehmer unter anderem Ruhe, Erholung, Entspannung und Entschleunigung finden. Das „Waldbaden“ genossen ebenfalls viele Teilnehmer. Es soll eine Auszeit vom Alltag sein, bei der man die heilsame Wirkung der Natur erfahren kann. Auch das Medizinrad lernten die Besucher kennen. Es gehe auf Kelten und die Ureinwohner Amerikas zurück. Ziel sei es, die Welt im Ganzen zu sehen und sich selbst in ihr zu erkennen und dadurch Heilung zu finden, erfuhren die Teilnehmer.