Mit großer Hilfsbereitschaft haben vielerorts Menschen auf die Corona-Einschränkungen reagiert – auch in Bernau. Jugendliche organisierten eine Einkaufshilfe. Ins Leben gerufen haben sie Ende März Selina Franz, Lisa Goos, Rosalie Spitz, Simon Mutterer, Joshua Spitz und Lean Spitz. Sie kauften Lebensmittel ein oder erledigten zum Beispiel Besorgungen in der Apotheke. Vor allem Angehörige der Risikogruppe und derzeit besonders geforderte Menschen nutzten den Service.

Die Hilfe

Telefonisch oder über das Internet meldeten sich die Menschen bei den Freiwilligen. Vor allem in den ersten Wochen wurde das Angebot oft in Anspruch genommen, berichteten sie. Bis Anfang Juni wurde die Einkaufshilfe ungefähr von 15 Haushalten in Anspruch genommen, etwa 50 Einkäufe konnten erledigt werden. Die Jugendlichen halfen aber auch mit Rat, unterstützten beispielsweise dabei, Internetzugänge oder Handys einzurichten. Außerdem wurden bestellte Essen eines Gasthauses ausgeliefert.

Weitere Unterstützung

Die Gemeinde hatte den jungen Freiwilligen ein Auto zur Verfügung gestellt, und mit Anzeigen machte die Kommune auf den Service im Amtsblatt aufmerksam. Für die Auslieferung konnten die jungen Menschen von Rotho zur Verfügung gestellte Boxen nutzen.

Nun haben die Helfer selbst ein Dankeschön erhalten: Barbara Pfefferle, stellvertretende Vorsitzende des Frauenvereins Bernau, überreichte den Jugendlichen einen Scheck in Höhe von 300 Euro. Auch der Frauenverein habe sich mit dem Gedanken an eine Einkaufshilfe beschäftigt und sei dann froh gewesen, dass die Jugendlichen dieses Angebot machten.

Der Einsatz sei für sie selbstverständlich gewesen, sagte Lean Spitz. Das geschenkte Geld wollen sie für einen guten Zweck spenden. Bürgermeister Alexander Schönemann bedankte sich mit einer Saisonkarte für die Bernauer Skilifte bei den Jugendlichen, die den Service fortführen.

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