Die Bernauer Museen hatten es im vergangenen Jahr schwer, es galten reduzierte Öffnungszeiten. Dennoch wurden im Kunstmuseum drei Ausstellungen verwirklicht. Mit der Bilanz von Hans-Thoma-Kunstmuseum und Heimatmuseum Resenhof haben sich die Mitglieder des Fördervereins Bernauer Museen befasst.

Neben den Ausstellungen „Dialog“ dreier heimischer Künstler und „Rampenlicht“ bezeichnete Vereinsvorsitzender Bürgermeister Alexander Schönemann die Ausstellung der Hans-Thoma-Preisträgerin Ulrike Öttinger „Mongolei – Mexiko- Europa“ als Höhepunkt. Sie wurde wegen der guten Resonanz verlängert – mehr als 2500 Kunstinteressierte haben sie gesehen. Mehrmals verschoben werden musste die Ausstellung „Flattermann“ mit Werken von Thomas Putze, die derzeit gezeigt wird. Die Besucherzahl im Hans-Thoma-Kunstmuseum sei mit etwa 4000 recht bescheiden ausgefallen, sagte Museumsleiterin Margret Köpfer. Eine Bereicherung seien der digitale Museumsführer und die neue Beleuchtung in der Preisträger-Ausstellung, sagten Köpfer und Schönemann.

Auch der Holzschneflertag stand unter dem Einfluss der Corona-Pandemie, so Schönemann. Statt des Naturparkmarkts gab es nur einen kleinen Regionalmarkt, bewirtet wurden die Besucher im Forum und nicht im üblichen Festzelt. Dennoch sei die Veranstaltung ein Erfolg gewesen, wenn auch mit geringeren Einnahmen. Der Resenhof war bis 28. Mai 2021 geschlossen. Deshalb konnten im vergangenen Jahr nur etwa 2000 Besucher begrüßt werden. Bei den neun Führungen waren hauptsächlich Schulklassen. Veranstaltungen fanden weder im Resenhof noch im Forum „Erlebnisholz“ statt.

Das Hans-Thoma-Fest wird von 13. bis 15. August gefeiert. In diesem Jahr wird der Naturenergie-Förderpreis an Heidi Nübling verliehen. Sie wurde in Grenzach-Wyhlen geboren und lebt seit 1983 in Bad Hersfeld. Werke der Schülerin des Thoma-Preisträgers Jürgen Brodwolf werden in der Ausstellung „Himmel, Land und Meer“ gezeigt, die von Mitte August bis 13. Oktober gezeigt wird. Der Thoma-Tag werde in gewohnter Form – unter anderem mit Festzelt – stattfinden, sagte Schönemann. Auch am Holzschneflertag soll es wieder Handwerksvorführungen und ein Festzelt geben. Im Resenhofgarten werden zu den 71 Heilkräutern weitere 25 Stauden gepflanzt.

2023 werde es eine Ausstellung mit Werken des Malers und Thoma-Schülers Hans Brasch geben. Sein Nachlass, Ölbilder und Aquarelle, erhielt das Kunstmuseum als Schenkung. Der 100. Todestag von Hans Thoma steht im Jahr 2024 an. Es werde bereits überlegt, wie das Jubiläum begangen werden kann, sagte Köpfer, Vorschläge seien willkommen. Köpfer berichtete von den Kontakten zu den Künstlern aus dem ukrainischen Lemberg und den Karpaten, die 2017 im Thoma-Tal mit ihren Kunstwerken begeisterten. Durch ihren Spendenaufruf wurden 5000 Euro in die Ukraine überwiesen. 29 Ostereier aus der Ukraine wurden für mehr als 400 Euro verkauft. Gespendet werden kann weiterhin im Museum.