Viele Branchen leiden unter den Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie. Dazu gehört auch – bislang wenig beachtet – die Veranstaltungstechnik. Erst vor wenigen Tagen hatte die Branche mit der „Night of light“ auf ihre Situation aufmerksam gemacht. Veranstaltungstechniker Krishan Kaiser aus Bernau ist einer der von der Krise Betroffenen. Seit Mitte März ist er in Kurzarbeit, ein Ende ist derzeit noch nicht absehbar.

Mit dem Lockdown sind sämtliche Veranstaltungen abgesagt worden und somit sämtliche Aufträge für die Veranstaltungstechniker weggebrochen. Die Firma Mammagamma Licht &Ton Service in Emmendingen, für die er arbeite, habe lediglich noch einige Installationsaufträge abgewickelt, seither befänden sich die Mitarbeiter in Kurzarbeit, sagt Kaiser.

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Hoffnung setzt man in der Branche auf eine Aufhebung des Verbots von Großveranstaltungen Ende August. Aber angesichts der Unsicherheiten, auch in Hinsicht auf dann eventuell geltende Abstandsregelungen und Hygienekonzepte, seien die Veranstalter zurückhaltend, so Kaiser. Und nicht zuletzt werde auch der Kosten-Nutzen-Faktor abgewogen. Für Ende des Jahres stehen für Mammagamma zwei große Veranstaltungen in Freiburg an, auf die man Hoffnung setzt. Die Planung laufe normal, auch wenn offen sei, ob die Veranstaltungen tatsächlich werden stattfinden können, sagte Kaiser.

Krishan Kaiser aus Bernau ist Veranstaltungstechniker.
Krishan Kaiser aus Bernau ist Veranstaltungstechniker. | Bild: privat

Seines Wissens könnten sich die Unternehmen der Veranstaltungsbranche derzeit noch über Wasser halten, Entlassungen gäbe es vorerst nicht. Das gelte auch für seine Firma. Ein großes Problem aber hätten die freien Techniker, die derzeit kein Einkommen erzielen könnten, so Kaiser weiter. „Wir werden relativ allein gelassen“, beschrieb der Veranstaltungstechnikmeister die derzeitige Situation, man habe keine Lobby und es gebe niemanden, der die Lobbyarbeit anpacke.

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Um auf die Situation der Branche hinzuweisen, wurden in der Nacht zum vergangenen Dienstag Gebäude in ganz Deutschland rot beleuchtet – ein Notsignal der Veranstalter und ein Appell an die Politik zur Rettung der Branche. „Die Veranstaltungswirtschaft steht auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen“, hieß es von Seiten der Veranstalter. Auch die Firma Mammagamma war bei der Aktion mit von der Partie, beleuchtet wurden das Emmendinger Tor und der Eichbergturm in Emmendingen, ein rund 15 Kilometer weit sichtbarer Laserstrahl über die Rheinebene geschickt.

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