Einen langen und schneereichen Winter mit etlichen Veranstaltungen hat der Loipenverein „Langlauffreunde, Rot-Kreuz-Loipe Bernau“ hinter sich. An insgesamt 92 Tagen war Langlauf oder Winterwandern im und rund um das Loipenzentrum möglich, hieß es am Samstagabend in der Hauptversammlung im „Rössle“. Ein großer Erfolg war das zweite Schneelabyrinth, das von 10 000 Gästen besucht wurde.

Elf Tage lang konnte das Schneelabyrinth im Loipenzentrum besichtigt werden, alleine am Eröffnungssonntag seien 3000 Besucher gezählt worden, sagte der Vorsitzende des Loipenvereins Andreas Mutterer. An dem Tag habe auch ein Verkehrschaos geherrscht, weil die Veranstalter nicht mit dem Ansturm gerechnet hätten und viele Autofahrer auch unvernünftig auf beiden Straßenseiten parkten. Das habe beispielsweise zur Folge gehabt, dass der Linienbus nach Todtmoos für diese Strecke rund eine Stunde benötigt habe. „Es darf und soll nicht mehr vorkommen“, sagte Mutterer, die Verkehrslenkung soll also verbessert werden. Allerdings werde es 2019 kein Schneelabyrinth geben, da das Projekt die Mitglieder und alle freiwilligen Helfer an ihre Grenzen gebracht habe. 2020 soll es dann wieder ein Schneelabyrinth geben, wobei es nicht größer, sondern anders sein solle, sagte Mutterer.

Circa 380 Helfer hatten zwei Wochen lang ungefähr 2500 Arbeitsstunden geleistet. Die elf Schulklassen, die beim Bau mitgeholfen haben, erhielten jeweils 500 Euro für ihre Klassenkasse, die Bernauer Grundschule erhalte ein anderes Geschenk. Es soll außerdem noch ein Helferfest geben, kündigte Mutterer an. Die Vorarbeiten hatten aber bereits im Sommer begonnen. Ein von Andreas Baur entwickelter und gebauter Sägeschlitten ersparte den Forstarbeitern „Kniearbeit über vier Kilometer“. Der Bau des Schneelabyrinths sei ein herausragendes Projekt im vergangenen Vereinsjahr gewesen, sagte der Vorsitzende, geleistet habe der Verein aber viel mehr: Die sieben Pistenbullyfahrer sorgten seit dem 24. November für gut gespurte Loipen und ordentliche Winterwanderwege.

Rund 640 Mal waren die zwei Fahrzeuge im Einsatz, wobei auch eine Loipe Richtung St. Blasien und eine in Richtung Todtmoos gespurt wurden. Der stärkste Monat war der Dezember, erinnerte Mutterer, und „wir sind nach Weihnachten fast am Krückstock gegangen“. Viel Arbeit bereiteten dem Verein die Folgen des Sturms im Januar. „Überall lagen Bäume“, sagte Mutterer, keine einzige Strecke sei mehr begeh- oder befahrbar gewesen. Ein wichtiges Projekt war auch der Bau der Beschneiungsanlage. Nachdem die nötigen Rohre verlegt waren, konnte eine geliehene Schneilanze eingesetzt werden. Das mittlerweile abgebaute Gerät will der Verein eventuell kaufen.

Das Kinderskifest, der Rechbergpokal und die Vereins- und Bezirksmeisterschaft, die auf dem letzten Schnee ausgetragen wurde, fanden statt. Das „Jugend trainiert“-Kreisfinale und zwei weitere Veranstaltungen mussten wegen Schneemangels ausfallen.

90 neue Mitglieder

Rund 1200 Mitglieder hat der Verein mittlerweile, und obwohl im vergangenen Vereinsjahr kaum aktive Mitgliederwerbung stattgefunden habe, traten 90 neue Mitglieder ein, sagte Mutterer. Viel zu tun haben werden die Ehrenamtlichen des Loipenvereins auch im neuen Vereinsjahr: Die Beschneiungsanlage soll fertiggestellt und bereits gelieferte Schilder aufgestellt werden. Auch ein Ausflug zum Pistenbully-Hersteller ist geplant.

Die Wahlen brachten wenige Veränderungen im Vorstand: Werner Schaub wurde zum Schriftführer gewählt, nachdem seine Vorgängerin Raili Happonen-Jöster nicht mehr kandidierte. Sie folgte nun auf Manual Valentini in den Beirat. Neu im Beirat sind außerdem Stefan Thoma, Alexandra Mäule und Sonja Baur. Neuer Maschinenwart ist Gerhard Frey, der das Amt von Peter Ludwig übernimmt.

Die Versammlung genehmigte sechs stark engagierten Mitgliedern eine Ehrenamtspauschale von maximal 720 Euro für dieses Jahr. Laut Satzung wird diese Pauschale jeweils für ein Jahr von der Versammlung genehmigt.