Das Hans-Thoma-Kunstmuseum in Bernau wird aufgewertet: Für die Preisträger-Ausstellung und die Wechselausstellung gibt es eine neue Beleuchtung, die überwiegend aus einem Landeszuschuss finanziert wird. Der Gemeinderat beschloss zunächst über einen Auftrag für ein neues Schienensystem (4363 Euro) und die Montage (2448 Euro).

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Bürgermeister Alexander Schönemann und Museumsleiterin Margret Köpfer waren eigens nach Stuttgart gefahren, um die notwendige Investition im zuständigen Ministerium zu erläutern. Derzeit weise der Ausstellungsraum „deutlich zu hohe Lichtgrenzwerte“ auf – die Luxwerte würden den Kunstwerken eher schaden, erklärte Köpfer den Gemeinderäten.

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Die speziell für Museen entwickelten LED-Leuchten werde man direkt beim Unternehmen Erco bestellen, das auch gleich ein Beleuchtungskonzept erstellt habe. Bei dem Lieferanten zu bestellen, habe den Vorteil, dass die Leuchten bei Bedarf auch an anderen Stellen im Kunstmuseum eingesetzt werden können, da die gesamte Beleuchtung von dort stamme, erläuterte Margret Köpfer.

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Für den Auftrag (Lieferung des Schienensystems und Montage) hatte die Gemeindeverwaltung drei Betriebe angeschrieben, ein Angebot ging danach im Rathaus ein: Den Auftrag erhielt der Bernauer Betrieb Bruno Strittmatter Elektroanlagen.

Außer der Erneuerung des Beleuchtungssystems soll auch der Einfall des Tageslichts in die Ausstellungsräume verringert werden. In der Diskussion sei noch die Gestaltung der Verdunklung, war auf der Sitzungsvorlage zu lesen. Das Land habe ein Interesse an einer Verbesserung der Situation, da es sich bei dem Hans-Thoma-Preis um einen Landespreis handle. Den beiden Besuchern aus Bernau sei deshalb eine finanzielle Unterstützung zugesagt worden. Insgesamt werden 30 000 Euro aus Stuttgart beigesteuert, mindestens 20 Prozent müsse die Gemeinde selbst aufbringen, erläuterte Schönemann, tatsächlich werde Bernau 8900 Euro tragen müssen.

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Er finde es sehr erfreulich, wenn die Gemeinde so viel Geld bekomme, um das Museum zu ertüchtigen, sagte Gemeinderat Franz Kaiser. Wann denn die neue Beleuchtung montiert werden soll, wollte man von Margret Köpfer wissen. Spätestens beim Hans-Thoma-Fest solle sie im Einsatz sein, allerdings wolle sie die neue und speziell für Museen entwickelte Lichttechnik gerne auch schon für die Ausstellung „Floras Fauna“ nutzen, in der von Sonntag, 14. April, bis Donnerstag, 18. Juli, Werke des Zeichners und Karikaturisten Paul Flora gezeigt werden.