Mittlerweile startet er in der Alterskategorie 76 bis 80, ans Aufhören aber denkt er noch lange nicht. Der Bernauer Heinz Baur, Jahrgang 1942, ist begeisterter Ausdauersportler, und auch wenn er inzwischen „nur noch“ jeden zweiten Tag trainiert – weil das altersbedingt für die Kondition besser sei als jeden Tag zu trainieren, wie er erklärt –, seine Ergebnisse können sich immer noch sehen lassen.

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Erst 2018 hat er am 130 Kilometer langen Rad-Marathon im Tannheimer Tal in Tirol teilgenommen und ihn in knapp fünf Stunden bewältigt. „Meine Radkollegen sind sieben oder mehr Jahre jünger, das hält fit“, sagt er. Mit denen ist er regelmäßig unterwegs, die Routen werden dabei gern mit Blick auf die Landschaft ausgewählt, etwa von St. Blasien über Rothaus, Bonndorf, Lenzkirch, Neustadt, Bärental und Schluchsee wieder zurück, macht so um die 100 bis 120 Kilometer.

Jedes Jahr 5000 Kilometer unterwegs

So an die 5000 Kilometer sei er jährlich mit Bike oder Mountainbike unterwegs, verrät Heinz Baur. Dabei liebt er das Bergfahren am meisten, und Mountainbike ist für ihn nahezu ein Synonym für den Feldberg, seinen absoluten Lieblingsberg. Dazu gibt es jedes Jahr eine vier- bis fünftägige Ausfahrt. Heuer freut er sich schon auf den August. Dann wird er mit einer acht- bis zehnköpfigen Gruppe nach Südtirol, zum Stilfser Joch, fahren, „da geht es 25 Kilometer lang nur bergauf“, meint er enthusiastisch. Im Herbst trainiert Baur in der Regel drei Monate im Fitness-Studio, bevor er dann so schnell wie möglich auf die Langlaufskier wechselt.

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Mit denen hat er als Starter für den Skiclub Bernau 2018 in Oberammergau im international besetzten König-Ludwig-Lauf über 21 Kilometer den zweiten Platz geholt, und in diesem Jahr am gleichen Ort bei der ersten im Rahmen des König-Ludwig-Laufs ausgetragenen Deutschen Meisterschaft über 50 Kilometer ebenfalls den zweiten Platz errungen.

Zeitgrenze von zwei Stunden

Und dabei hadert er sogar noch mit seiner Zeit, die er gerne noch unterboten hätte, denn schon früher war er bei seinen regelmäßigen Teilnahmen am Engadiner Skimarathon immer haarscharf an seiner selbstgesetzten Zwei-Stunden-Schallgrenze vorbeigeschrammt. Und weil ihn sein Sport so fit hält, genießt Heinz Baur sein zweites Hobby, die Musik, ebenfalls in vollen Zügen. In gleich mehreren Formationen spiel er auf der Gitarre mit – eine wunderbare Ergänzung, wie er findet.