Das Jubiläumsfest zum 70-jährigen Bestehen der Hüttengemeinschaft und der Skihütte Bernau begann mit einem Berggottesdienst mit Pater Roman im Zelt vor der Hütte, das längst nicht allen Besuchern Platz bot, sodass es sich bei immer mehr Sonnenschein auch davor gut aushalten ließ. Auch Pater Roman war über die große Besucherschar sehr überrascht, so viele Gäste hatte er nicht erwartet. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der Bernauer Formation „Die Blechner“.

Pater Roman zelebrierte vor der Hütte einen Berggottesdienst. Das eigens errichtete Festzelt reicht nich für alle Besucher.
Pater Roman zelebrierte vor der Hütte einen Berggottesdienst. Das eigens errichtete Festzelt reicht nich für alle Besucher. | Bild: Ulrike Spiegelhalter

Ein Blick auf die Geschichte

Vor 70 Jahren, am 12. Dezember 1948, wurde laut einer Eintragung im Hüttenbuch die Bernauer Skihütte am Fuße des Herzogenhorns eingeweiht. Die Hüttengemeinschaft Bernau, die ebenfalls auf ihr 70-jähriges Bestehen zurückblicken kann, hat sich zur Aufgabe gemacht, die Hütte zu unterhalten und zu erhalten.

Die Skihütte liegt etwa knapp hundert Höhenmeter unter dem Herzogenhorngipfel, man erreicht sie von Bernau-Hof aus, über das Hofeck, über den Schwarzbrunnenweg zu den Allmösern. Man genießt von hier aus einen herrlichen Blick hinunter in das 400 Meter tiefer liegende Bernauer Tal oder bei klarer Sicht zu den Schweizer Alpen bis hin zum Mont Blanc.

Im Jahre 1948 wurde die Hütte von Mitgliedern der Skizunft auf einer gemeindeeigenen Fläche als Schutzhütte errichtet. Sie diente jungen Skiläufern der Bernauer Skizunft als Stützpunkt für ein besseres Training in schneesicherem Gebiet und ermöglichte eine Übernachtung auf halber Strecke auf dem Weg zu Skirennen am Feldberg. In den Sommermonaten gewährte sie bei Bedarf den Waldarbeitern der Gemeinde eine Unterkunft. Schon 1951 wurde die Bernauer Hütte im Verzeichnis des Skiverbandes Schwarzwald als Hütte mit Schlafgelegenheit aufgenommen.

Die für die Unterhaltung erforderlichen Gelder werden seit vielen Jahren durch Vermietung an Übernachtungsgäste erzielt. Die Nutzung für Trainingszwecke oder als Zwischenübernachtung fällt durch Liftanlagen und größere Mobilität nicht mehr ins Gewicht.

Zwischenzeitlich wurden Dach, Fassade und Kamin saniert, die WC-Anlage und die Küche wurden erneuert, die Fenster saniert und die Fassade isoliert. Vor der Hütte laden rustikale Sitzgruppen zum Verweilen ein, im Brunnen plätschert kühles Quellwasser.