Wie geht es der Feuerwehr, wie ist die Einsatzmannschaft aufgestellt, wie sieht es mit der Ausrüstung und der Belastung der Mitglieder aus? Mindestens einmal im Jahr soll es in Zukunft einen Lagebericht im Gemeinderat geben, sagte Bürgermeister Alexander Schönemann. Den präsentierte Feuerwehrchef Edin Muslic in der jüngsten öffentlichen Sitzung.

Unterstützung vom Ratstisch

Dabei ging es nicht nur um die Statistik, sondern auch um nötige Ersatzbeschaffungen: Zwei Fahrzeuge müssen ersetzt werden, ein Unimog hätte laut Bedarfsplan bereits ausgemustert werden sollen, ein weiteres Fahrzeug steht in den kommenden Jahren an. Am Schluss der Präsentation musste der Gemeinderat also auch die Frage beantworten, ob mit den Vorbereitungen für den einen Austausch nun begonnen werden soll – das Gremium sprach sich dafür aus.

Freude über Quereinsteiger

50 Mitglieder, darunter zwei Frauen, hat die Einsatzmannschaft, insgesamt gehören der Feuerwehr Bernau 80 Menschen (17 in der Jugendfeuerwehr, 13 in der Altersmannschaft) an. Die Mitgliederzahl sei in den vergangenen Jahren konstant geblieben, berichtete Muslic. Aus- und Eintritte hätten sich die Waage gehalten.

Sehr erfreulich seien auch Quereinsteiger, also neue Einsatzkräfte, die nicht über die Jugendfeuerwehr zur Einsatzmannschaft dazukommen. Die Mitgliederstärke, der Ausbildungsstand – die Bernauer Feuerwehr sei insgesamt gut aufgestellt. Im Falle einer Alarmierung könne das erste Fahrzeug meist in weniger als zehn Minuten ausrücken.

Stets einsatzbereit

Auch wenn Brände selten sind und nicht jeden Tag eine Alarmierung erfolgt, müssen die Feuerwehrleute doch immer für den Ernstfall bereit sein. Um das stets sicherstellen zu können, müssten die Rahmenbedingungen stimmen, sagten Edin Muslic und Alexander Schönemann. Und der Bedarf an Neuerungen sei vorhanden, unterstrich der Bürgermeister: Ein neues Feuerwehrgerätehaus sei zum Beispiel eines der nötigen Großprojekte, die angepackt werden müssen.

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Im Herbst wolle er in einer Klausurtagung des Gemeinderates eine Prioritätenliste aufstellen. Eine passende Unterkunft für die Feuerwehr sei kein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit, unterstrich der Feuerwehrkommandant. Man brauche den Platz, um richtig arbeiten zu können.

Ersatz für alten Unimog

Angegangen werden soll nun der Ersatz für den 1983 gebauten Unimog TLF8/18. In Zukunft soll die Feuerwehr auf einen Gerätewagen Transport (GW-T) ohne Tank zurückgreifen können. Nun sollen die Kosten ermittelt werden – soll es einen neuen Aufbau für das noch gute Fahrgestell oder ein ganz neues Fahrzeug geben? Für einen Umbau könne man aber keine Zuschüsse beantragen, erläuterte Muslic.

Laut Bedarfsplan sollte der Unimogersatz bis spätestens 2019 zur Verfügung stehen, das LF 16/12 bis 2025. Zu diskutieren bleibt noch viel: Manche Ratsmitglieder sprachen sich für ein Neufahrzeug aus, andere unterstrichen die Notwendigkeit eines geländegängigen Fahrzeuges. Auf alle Fälle müsse man sich ab jetzt mit dem Ersatz befassen.