Bei seiner Vorstellung als Bürgermeisterkandidat im Gasthaus "Bären" in Bernau betonte Armin Spitz, dass Bernau gut aufgestellt sei, vor allem auch durch das gute Miteinander im Ort. Ideen und Lösungsvorschläge für die Weiterentwicklung seien vorhanden, es gelte, sorgfältig abzuwägen.

Dass die Bernauer dennoch seit 32 Jahren wieder die Auswahl zwischen mehreren Bürgermeisterkandidaten haben, freue ihn. Auch für Bernau, denn er könne sich nicht vorstellen, dass sich Kandidaten um eine Gemeinde reißen, die nicht gut aufgestellt sei.

Auf die Gemeinde kommen Veränderungen zu

Er hoffe, sagte Spitz weiter, dass der Schwung, der in der Gemeinde herrsche, nach der Wahl weitergehe. Am Beispiel von Innerlehen, wo er aufgewachsen ist, zeigte er die Veränderungen, die auf die Gemeinde zukommen. Es habe bereits viele Veränderungen gegeben, und es werde weitere geben. Dafür müsse man Lösungen parat haben.

Zuhören, beraten und Lösungen finden

Damit ist Spitz auch in seinem Beruf beschäftigt, als Verbandsprüfer der Volksbanken. „In meiner Tätigkeit geht es darum, zuzuhören, zu diskutieren, zu beraten und Lösungen zu finden“, erklärte er. Seit 2014 sitze er im Bernauer Gemeinderat und habe seither noch einmal einen ganz anderen Blick auf viele Dinge: „Es ist nicht alles immer so, wie es zuerst aussieht, und es ist auch nicht immer so einfach“, betonte Spitz. Es gelte immer abzuwägen zwischen Einzelinteressen und Gemeinwohl.

Dritter Bewerber um das Amt des Bürgermeisters von Bernau
Dritter Bewerber um das Amt des Bürgermeisters von Bernau | Bild: Sebastian Barthmes

Anhand eines Schaubildes, das die Aspekte Landschaft, Tourismus, Bürger, Vereine und Kultur sowie Gewerbe, Handel, Handwerk und Dienstleistungen zeigte, wies Armin Spitz darauf hin, dass letztlich alles wichtig sein. „Die Mischung macht’s, und die ist gut.“

Gästekarte auch für Bernauer Bürger

An konkreten Themen nannte er unter anderem die Bernauer Gästekarte und stellte die These auf, dass ein ähnliches Model auch für die Bernauer Bürger machbar sei. Die Touristen bekämen bei der Karte nicht, wie manchmal kritisiert, Dinge umsonst, sondern zahlten über die Kurtaxe einen Beitrag. Dieser wandere dann in einen Topf, aus dem die Angebote der Karte finanziert würden.

Wirtschaft und ehrenamtliches Engagement stärken

Mit einem ähnlichen Modell könne man auch die Bernauer Wirtschaft und das ehrenamtliche Engagement stärken. In die touristische Infrastruktur müsse investiert werden, da der Tourismus auch ein wichtiger Arbeitgeber sei. Bei langfristigen Investition in den Wintertourismus habe er allerdings angesichts der Klimaänderungen Bauchschmerzen, sagte der Kandidat.

Bauflächen für junge Familien ausweisen

Am Thema Verkehrs- und hier besonders Motorradlärm müsse man auch auf kommunaler Ebene dranbleiben, ebenso an der Offenhaltung der Landschaft. Weiterhin müssten Bauflächen für junge Familien ausgewiesen werden, und auch das Thema altersgerechtes Wohnen im Tal sei wichtig. Für Unternehmen müsse es möglich sein, sich weiterzuentwickeln, und deren Arbeitskräfte brauchten gute Strukturen, auch für ihre Familien.

Bürgerfragen zu Infrastruktur und Bauplätzen

Im Anschluss konnten die Zuhörer Fragen an den Kandidaten stellen. Wissen wollten sie etwa, was er als Bürgermeister dafür tun könne, dass endlich ein Gehweg an der Straße von Rickenbach nach Dorf gebaut werde. Er werde sich dafür einsetzen, entgegnete Spitz. Dass nur Bernauer oder ehemalige Bernauer Bauplätze bekommen sollen, fand er dagegen nicht korrekt. Lediglich eine Priorisierung, wenn sich Bernauer und auswärtige Familie bewerben, befürwortet er.

„Es ist nicht alles immer so, wie es zuerst aussieht, und es ist auch nicht immer so einfach.“

Armin Spitz, Bürgermeisterkandidat