Auf zwei turbulente Jahre, wie es der Vorsitzende Thomas Gerspacher ausdrückte, blickten die Mitglieder bei der Hauptversammlung der Erzeugergemeinschaft Schwarzwald Bio-Weiderind im Kurhaus in Bernau zurück. Mehr als 80 Besucher waren gekommen. Die Jahre 2017 und 2018 seien von Futterknappheit durch die langen Trockenperioden geprägt worden, sagte Gerspacher. Dadurch habe es Probleme für die Winterfütterung gegeben.

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Herausragend im Jahr 2017 sei eine Infoveranstaltung für Neumitglieder sowie der Grünlandtag in Bernau gewesen. 2018 sei vor allem die Jubiläumsveranstaltung 25 Jahre Erzeugergemeinschaft herausragend gewesen. Erfolgreich sei auch der Besuch beim Landwirtschaftlichen Hauptfest in Stuttgart gewesen.

Nachfrage im Winter stärker

Der Vorsitzende hat in der Versammlung auf die Bedeutung der Tiermeldungen für ein Jahr hingewiesen, da erfahrungsgemäß im Winter Rindfleisch stärker nachgefragt werde. Gerspacher mahnte an, dass die neuen Hofschilder von Edeka angebracht werden sollten, um präsent zu sein. Er kündigte an, dass er im kommenden Jahr nach 26 Jahren als Vorsitzender nicht mehr für das Amt zur Verfügung stehe.

13 neue Mitglieder

Die Erzeugergemeinschaft hat derzeit 122 Mitglieder, 13 mehr als im Vorjahr, von denen 95 zugelassene Lieferbetriebe seien, berichtete Egon Zimmermann. Erlöst wurden rund 41 100 Euro. Die Ausgaben setzen sich hauptsächlich zusammen aus Verwaltungskosten für das Agrarbüro (20 461 Euro) und der Rückvergütung von Fellgeldern an die Mitglieder (12 846 Euro) – 751 Tiere wurden 2017 und im laufenden Jahr bislang 855 Tiere vermittelt. 2018 betrage der Verrechnungswert mit Edeka 1 389 380 Euro, 2017: 1 156 722 Euro.

Qualität und Kalkulation seien hervorragend

Michael Schmidt („Schmidt’s Märkte“) lobte die Erzeugergemeinschaft und dankte für 25 Jahre gute Zusammenarbeit. Er unterstrich die Notwendigkeit einer verbindlichen Tiermeldung für zwölf Monate für die Planung seines Unternehmens. Jürgen Thoma, Geschäftsführer bei Edeka Südwest, stellte fest, dass Qualität und Kalkulation hervorragend aufgestellt seien. Die Nachfrage sei vorhanden, es könnten noch mehr Tiere vermarktet werden. Edeka-Südwest-Chefeinkäufer Christian Hofmeier sagte: „Wenn man am Markt erfolgreich bestehen will, braucht es langfristig genug Tiere in guter Qualität“. Martin Bär, Fachberater von „Naturland“ sagte, die enge Partnerschaft mit den landwirtschaftlichen Betrieben laufe optimal.