Ein großes und unvergessliches Erlebnis ist jedes Mal die Ministrantenwallfahrt nach Rom und in den Vatikan, die alle vier Jahre stattfindet. In diesem Jahr nahmen aus Bernau 21 Ministranten teil. Gemeinsam mit Teilnehmern aus Wehr fuhren sie im Bus zur XII. Internationalen Miniwallfahrt nach Rom, die unter dem Motto stand: „Suche Frieden und jage ihm nach“.

Geld verdienen für die Reise

Die Ministranten waren bemüht, sich Geld zur Finanzierung des Erlebnisses zu verdienen. So haben sie Osterkerzen gebastelt und am Pfarrfest mit Unterstützung von Manfred Spitz ein kleines Konzert gegeben, da fast jeder der Teilnehmer ein Instrument spielt.

Über Nacht nach Rom

Nach dem Aussegnungsgottesdienst in der Bernauer Pfarrkirche ging es abends mit dem Bus über Nacht nach Rom. Zu den dortigen Höhepunkten zählten der Eröffnungs- und Abschlussgottesdienst zusammen mit 8500 Ministranten aus der Erzdiözese Freiburg in der Kirche St. Paul vor den Mauern.

Warten in der Hitze lohnt sich

Ein besonderes Erlebnis war die Papstaudienz mit 60 000 Ministranten auf dem Petersplatz. Das lange Warten bei schier unerträglicher Hitze vor den Sicherheitsschleusen wurde mit einem besonders guten Platz belohnt, denn Papst Franziskus fuhr mit seinem Papa-Mobil zweimal ganz nah bei den Bernauer Ministranten vorbei. Vorab waren Ministranten ausgelost worden, um mit Weihbischof Michael Gerber von der Erzdiözese Freiburg ein Eis essen zu dürfen. Sie trafen sich an der Spanischen Treppe, der Weihbischof suchte eine Eisdiele aus und lud sie alle bei netten Gesprächen zu einem Eis ein. Dabei erfuhren sie, dass er in Bernau gerne auf die Langlaufloipe geht.

Besuch in Nettuno

Erholung fanden die Bernauer bei der Hitze in der am Meer gelegenen Stadt Nettuno, der Partnerstadt von Wehr. In der dortigen Kirche, in der sich die Heilige Maria Goretti befindet, die nur elf Jahre alt wurde, feierte Pater Lukas einen Gottesdienst, bevor die Gruppe den Tag beim Baden im Meer genoss.

Typische Sehenswürdigkeiten dürfen nicht fehlen

Außer einem Besuch der Lateransbasilika, der Bischofskirche von Rom, und der prunkvollen St. Maria Maggiore, die als das schönste Gotteshaus in Rom gilt, durfte der Besuch weiterer Sehenswürdigkeiten der Stadt Rom nicht fehlen. Pater Lukas und Simone Köpfer führten die Mini-Gruppe von der Piazza Navona über das Pantheon und den Trevi-Brunnen zum Kolosseum und dem Circus Maximus, wo sich alle Ministranten der Erzdiözese nach einem Abendgebet in der Kirche St. Sabina zu einem Flashmob mit Seifenblasen trafen.

Gedränge und Warteschlangen

Außerdem erlebten die Schwarzwälder, was es bedeutet, mit so vielen Menschen zusammen in einer Stadt zu sein. Flexibilität und Spontanität waren gefragt: So warteten sie zwei Stunden auf den öffentlichen Bus, um in die Stadt fahren zu können, quetschten sich in volle Metrolinien, standen an vielen Orten Schlange, um in den Petersdom, auf die Kuppel oder auch nur auf eine Toilette gehen zu können. Auch ein geplatzter Reifen ihres Busses sorgte für Aufregung bei den Teilnehmern. Aber dank des Busfahrers und der Firma Schweizer Reisen, die die komplette Fahrt zusammen mit einem Team aus Freiburg organisiert hatte, war die Reifenpanne in drei Stunden behoben.

Positives Fazit

Abschließend wurde festgehalten, dass die ganze Woche insgesamt von guter Stimmung, lautem Gesang, einem Gemeinschaftsgefühl und unglaublichen Eindrücken der Ewigen Stadt geprägt war.