Eine positive Bilanz des zweiten Schneeskulpturenfestivals in Bernau zog Tourismuschef Werner Baur in der Gemeinderatssitzung. Die Gemeinderäte stimmten geschlossen dafür, auch im kommenden Jahr zu diesem Festival einzuladen. „Der Ersatzplatz hat sich ganz gut bewährt. Wir haben gezeigt, dass wir eine solche Veranstaltung auch gut meistern können bei Wetter, das uns nicht entgegenkommt“, nahm Baur auf die Verlegung auf den Kurhausparkplatz Bezug. Gefallen habe den Gästen, dass der Platz barrierefrei zugänglich war. Auch die Nähe zum Kurhaus sei gut gewesen und das Hans-Thoma-Museum habe am Festival-Wochenende 200 Besucher verzeichnet. Die Veranstaltung sei ein nachhaltiger Erfolg, auch, was Werbung und Präsenz in überregionalen Medien sowie im Internet angehe.

Auch die Bildhauer hätten sich wohlgefühlt in Bernau und signalisiert, dass sie gerne wiederkommen würden, fuhr Baur fort. Um beim Holzbildhauersymposium in St. Blasien für die eigene Veranstaltung werben zu können, plädierte er dafür, früher mit der Planung für das Festival 2019 zu beginnen. Bürgermeister Rolf Schmidt schlug 7. bis 10. Februar 2019 als neuen Termin vor. Man müsse die eigene Veranstaltung mit anderen unter einen Hut bringen, das Schlittenhunderennen in Todtmoos etwa finde immer am letzten Januarwochende statt. Der Februar sei am schneesichersten und es sei viel los in der Raumschaft.

Baur bestätigte auf Nachfrage, dass auch die Termine anderer Schneeskulpturenfestivals berücksichtigt werden, da einige Künstler, die gerne in Bernau dabei wären, auch an anderen Veranstaltungen teilnehmen möchten. Zu den Kosten sagte Baur, dass für das Schneeskulpturenfestival sowie das Schneelabyrinth rund 32 737 Euro an Kosten angefallen sind. Nach Abzug der Einnahmen aus Spenden, Zuschüssen und Standgebühren von rund 11 700 Euro blieben rund 20 000 Euro an Ausgaben für die Gemeinde übrig.

Dabei betonte Baur, dass die Ausgaben für die wetterbedingt ausgefallene Skishow nicht noch einmal anfallen, die Anschaffungen seien getätigt. Zudem wies er darauf hin, dass das Rahmenprogramm einen wichtigen Teil des Festivals darstelle. „Wir werben nicht für die Schneeskulpturen, wir werben für den Wintersport“, sagte Bürgermeister Schmidt. Baur sagte, das Geld sei mit dem Festival gut angelegt, weil es das Image Bernaus als Wintersportort stärke. Er verwies darauf, dass 40 Prozent der Gäste, die Bernau besuchen, im Winterhalbjahr kommen, obwohl nicht immer alle Unterkünfte offen haben.