Das Hans-Thoma-Kunstmuseum soll sich moderner präsentieren: Als eines von drei Museen im Land wird es mit einem Zuschuss aus dem Landesprogramm „digitaler Wandel an nicht staatlichen Museen“ gefördert, berichtete Bürgermeister Alexander Schönemann in öffentlicher Gemeinderatssitzung.

Auch mit der Geschwindigkeitsmessung und einem privaten Bauprojekt befasste sich das Gremium. Zusammen mit Museumsleiterin Margret Köpfer hatte der Bürgermeister an einer Auftaktveranstaltung teilgenommen. Zur Förderung gehöre eine Begleitung der Einrichtung, um ein Konzept für die Einbindung digitaler Elemente zu erarbeiten, erläuterte Schönemann.

In Aussicht gestellt wurde der Gemeinde eine Förderung mit bis zu 40 000 Euro, wobei es sich um eine 90-Prozent-Bezuschussung handle – die Gemeinde müsse also ebenfalls Geld für die Digitalisierung bereitstellen. Außer dem Bernauer Museum werden das Franziskanermuseum in Villingen-Schwenningen und das Museum „Haus Löwenberg“ in Gengenbach bezuschusst.

Bauvorhaben im Gewerbegebiet

Mehrfach hat sich der Gemeinderat mit einem Bauvorhaben im Gewerbegebiet Weierle befasst: Es gehe um das Grundstück zwischen Albweg und Todtmooser Straße (L 146), auf dem die ehemalige Werkstatt von Alfred Mutter stehe, erläuterte Hauptamtsleiter Bruno Maier. Der Eigentümer will das alte Bauwerk abreißen und durch ein Wohnhaus ersetzen. Weil dort aber kein Baufenster vorgesehen war, musste nun eines ausgewiesen werden. Dafür forderte das Landratsamt eine kleine Überflutungsfläche.

Nun ging es in öffentlicher Gemeinderatssitzung um die im Rahmen des Bebauungsplanänderungsverfahrens eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange – aus der Bevölkerung gab es keine Stellungnahmen. Neue Schwierigkeiten ergaben sich daraus für das Projekt nicht. Die Gewerbeaufsicht wies aber beispielsweise darauf hin, dass es sich eben um ein Gewerbegebiet handle und eine Lärmbelästigung möglich sei. Der Bauherr wolle in den Mietverträgen darauf hinweisen, erläuterte Maier.

Was passiere, wenn der in der Nähe ansässige Industriebetrieb erweitern wolle oder auf dem Gelände des früheren Bauunternehmens Valentini ein neues Unternehmen angesiedelt werden soll? Könne so eine Entwicklung durch Bewohner des Hauses verhindert werden, wollte Gemeinderätin Liane Schmidt wissen. Die Grenzwerte für die Lärmbelästigung durch Gewerbebetriebe seien klar formuliert, erwiderte Bruno Maier. Im Problemfall müssten die Behörden eben einschreiten. Es sei aber auch klar, dass sich das Gebäude in einem Gewerbegebiet befinde. Eine Entwicklung der Flächen oder Betriebe könnte also nicht behindert werden, erläuterte der Hauptamtsleiter.

Liane Schmidt bezweifelte, dass eine Hochwasserausgleichsfläche von 50 Kubikmetern ausreiche. Sie befürchtet, dass die Gemeinde für Hochwasserschäden haftbar gemacht werden könnte. Der Befürchtung trat der Hauptamtsleiter entgegen: Da dort Hochwassergefahr bestehe, empfehle die Gemeinde ohnehin, dass das Gebäude nicht unterkellert wird. Im Bebauungsplan sei festgehalten, dass es sich um eine Überschwemmungsfläche handle. Das Wohnhaus soll keinen Keller erhalten, erläuterte der Bauherr, der die Sitzung verfolgte. Der Rat beschloss die Änderung des Bebauungsplanes mit einer Neinstimme.