Es war ein Auftakt, der Alexander Schönemann offensichtlich sehr gefreut und überrascht hat: Zu seiner ersten Wahlveranstaltung kamen viele Bernauer ins Forum „Erlebnis:Holz“ – viele Stühle mussten nachträglich aufgestellt werden und dennoch fanden nicht alle Bürger einen Platz.

Den gebürtigen Bernauer zieht es in seine Heimat zurück

„Bernau ist bei mir im Herzen“, sagte der 34-jährige gebürtige Bernauer. Nach beruflichen Stationen außerhalb seiner Heimatgemeinde – unter anderem in Wien und derzeit in Basel – ziehe es ihn wieder in sein Heimattal, sagte er. Er sei eben ein Bernauer, der im Schwendele groß wurde, in Bernau, St. Blasien und Waldshut-Tiengen die Schule besuchte und seit seiner Kindheit „einiges an Vereinsleben erlebt“ habe. Nun wolle Verantwortung übernehmen und etwas zurückgeben.

Bürgernahe und transparente Dorfentwicklung

Vieles bereite heute den Menschen Sorgen. Umso wichtiger sei es, im eigenen Einflussbereich das Positive zu sehen und zu fördern. Viele Ideen habe er, aber natürlich könne er nicht alles sofort in den ersten Jahren umsetzen. Sein Ziel sei es aber, die Dorfentwicklung bürgernah und transparent voranzutreiben. Er wolle zuhören und nicht versprechen, die Bernauer, die ohnehin sehr engagiert seien, einbinden.

Noch mehr für die Jugend machen

Wichtig seien dafür Bürgergespräche und Bürgerversammlungen, denn nur so könnten die Verwaltung und der Gemeinderat auch Ideen austauschen. Für die Jugend „passiert schon viel“, sagt der Bewerber, „man kann aber noch mehr rausholen“. Er denke zum Beispiel an einen Jugendbeirat. Um die Jugend zu fördern und auch andere Herausforderungen besser bewältigen, mit denen sich die meisten Kommunen beschäftigen müssten, wolle er die Kooperation mit den Nachbargemeinden vertiefen.

Bernau soll zukunftsfähig bleiben

Schönemann schlägt einen weiten Bogen – mit allen Punkten verfolgt er besonders ein Ziel: Bernau soll zukunftsfähig bleiben. Dazu gehören Flächen für neuen Wohnraum, eine leistungsstarke Kinderbetreuung und auch neue Pflegestrukturen, wie er es nennt. Die Tagespflege in Häusern sei für ihn ein positives Beispiel. So eine Einrichtung und sogar ein Seniorenheim könne er sich in Bernau auch vorstellen.

"Bernau ist auf einem guten Weg"

„Bernau ist auf einem guten Weg – zum Glück“, erkennt Alexander Schönemann an. Zügig müsse das Breitbandnetz ausgebaut werden, dass der Gemeinde auch neue wirtschaftliche Chancen eröffne. Existenzgründer könnten von Bernau aus ihrem Geschäft nachgehen und gleichzeitig das genießen, was in einer Großstadt Mangelware ist – die Natur. Allerdings müsste auch neue Gewerbefläche geschaffen werden, um produzierendem Gewerbe eine positive Entwicklung zu ermöglichen. Auch er sieht in einem möglichen interkommunalen Gewerbegebiet eine dafür eine gute Möglichkeit. Digitalisierung bedeutet für ihn aber nicht nur der Breitbandausbau, sondern auch der Ausbau digitaler Serviceleistungen der Gemeindeverwaltung.

Alexander Schönemann, Bürgermeisterkandidat: „Ich will offen sein für Neues.“
Alexander Schönemann, Bürgermeisterkandidat: „Ich will offen sein für Neues.“ | Bild: privat

Vielfältig sind seine Themen, die er anspricht. Zu seinen wichtigen Punkten gehört auch der Tourismus. Den Wintersport müsse man unbedingt weiter fördern und dafür auch die nötige Infrastruktur erhalten. Allerdings sei gleichzeitig der Ausbau des Sommerangebotes notwendig. „Ich will offen sein für Neues“, sagt Schönemann. Aber das, worin Bernau vorbildlich sei, müsse unbedingt erhalten und weiter unterstützt werden. Damit meint er die vielen Vereine und Organisationen sowie das besondere kulturelle Angebot in Bernau.